Weg frei für ein virtuelles Business

06.06.2017

Den B2B-Bereich werden VR und AR in den nächsten Jahren grundlegend verändern.

Gerade Unternehmen werden künftig an VR/AR nicht vorbeikommen. Das ist das Ergebnis einer von KPMG veröffentlichten Studie. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nahm 260 VR/AR-Anwendungen unter die Lupe und untersuchte ihr Potenzial für den B2B-Bereich – mit einhelligem Tenor: „VR- und AR-Anwendungen werden in Zukunft an vielen Stellen unser Leben bereichern, teils sogar grundlegend verändern“, sagt KPMG-Bereichsvorstand Angelika Huber-Straßer, die die Analyse betreute. „Diese Entwicklung wird viele Unternehmensbereiche und alle Industrien betreffen.“

Neue Modelle und Unternehmenskultur durch VR/AR

Kurz: Augen zu und hoffen, dass VR/AR spurlos an einem vorbeigeht, läuft nicht. Noch liege das Augenmerk der Unternehmen darauf, die eigene Wertschöpfungskette mithilfe der neuen Technologie zu optimieren. Die technische Komponente müsse reifen, die Marktdurchdringung voranschreiten und VR/AR-Hardware für den Geldbeutel von Unternehmen wie Kunden erschwinglich werden.

Sei diese Entwicklung aber erst mal ausgereizt, folge zwangsläufig der nächste Schritt: die Entwicklung echter, neuer Geschäftsmodelle, die Produktion und Unternehmenskultur nachhaltig verändern. „Davon werden alle Branchen profitieren können. Erfolgreiche Unternehmen bereiten sich bereits heute darauf vor“, heißt es in der Studie, die belegt, dass VR/AR momentan zumeist im Marketing, Vertrieb, Aftersales und der Forschung/ Wissenschaft zum Einsatz kommen. Das ergibt Sinn, denn keine anderen Technologien schaffen ein so intensives, emotionales und kontextreiches Erleben von Inhalten wie VR und AR.

Was aber steht dem endgültigen Durchbruch der neuen Technologien noch im Weg? VR scheint ausgereifter als AR – und kann deshalb kommerziell wohl schneller erfolgreich sein. Einige Schwächen von VR liegen auf der Hand: Noch sind alle Headsets kabelgebunden, was die Mobilität einschränkt. Es bedarf zudem leistungsstarker Rechner, um virtuelle Welten darzustellen. Einige VR-Nutzer klagen über Übelkeit, und VR-Devices sind noch zu teuer, um damit ganze Unternehmen auszustatten. Aber all diese Probleme werden Zeit und VR/AR-Techniker lösen.

Virtual und Augmented Reality: Kommunikationsprofis aufgepasst

Bevor VR/AR für die breite Masse relevant werden kann, müssen sich Marketer und Kommunikationsexperten der neuen Technologie öffnen. Denn für die junge Konsumentengeneration, deren Akzeptanzschwelle gegenüber VR/AR niedrig ist, sollte man gewappnet sein – und das gilt für alle Branchen.

Weitere spannende Insights zum Thema Virtual und Augmented Reality gibt es in unserem Whitepaper.

Foto: Daimler

Frank Schliefer

beschäftigt sich bei fischerAppelt mit kanalübergreifenden Bewegtbildlösungen und digitalen Trends.

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