Kollegen auf den Teller geschaut

17.02.2017

Was essen fischerAppelt-Mitarbeiter eigentlich in der Mittagspause?

In unserer Reihe #AgencyLunchdate stellen unsere Kollegen vor und schauen ihnen auf den Teller.

Heute bei uns am Tisch: Julia, Lunchbreak-Gourmet und PR-Beraterin in München.

Quinoa? Der Trend ist doch schon vorbei oder?

Ich bin gar kein Typ für diese gesunden Foodtrends. „Gemüse-Smoothies“, „Bowls” und so sehen auf Instagram zwar schön aus, können mit einem ehrlichen Schnitzel aber nicht mithalten. Aber man kann ja nichts schlecht reden, das man nicht probiert hat. Daher habe ich, inspiriert von einer Freundin, beim letzten Supermarktbesuch doch mal Quinoa gekauft. Und siehe da: Es schmeckt. Wenn das so weiter geht, wird mein Instagram-Account bald um ein paar Foodtrend-Pics reicher sein.

Wo hast du eigentlich das Rezept her?

Das habe ich mir tatsächlich spontan im Supermarkt selbst ausgedacht. Ich liebe Ziegenkäse genauso wie Rote Bete. Die erinnert mich an meine Oma. Wir sagen in Bayern dazu aber „Roade Raana“. Witzig, oder? Es fehlte nur noch was zum Auffüllen. Rucola gesehen, alles gekauft und zack, fertig ist ein schnelles Mittagessen.

Denkst du dir öfter Rezepte aus?

Nicht wirklich. Ich bewundere Leute, die das können. Ich glaube, das Gericht war bei mir eher ein Zufallstreffer. Aber wer weiß, vielleicht war das der Beginn eines wunderbaren Hobbys…

Und was gibt es morgen?

Das weiß ich noch gar nicht. Ich habe mit zwei Kollegen eine Kochrunde. Jeder ist einmal pro Woche mit Kochen dran und versorgt die anderen mit. Die anderen Tage kocht dann jeder für sich selbst. Das ist zwar immer eine Überraschung, klappt allerdings erstaunlich gut.

Letzte Frage: Wie schneidest du rote Bete, ohne dich einzusauen?

  1. Riiiieeesengroße Schürze anziehen
  2. Handschuhe anziehen
  3. Aufpassen, dass die Ärmel hochgerollt sind
  4. Küchenrolle für Unfälle griffbereit haben
  5. Trotzdem überall rote Flecken finden

Ich glaube mein Telefon klingelt. An guadn…

Bei uns am Tisch: Birgit, Quick-Lunch-Queen und Management Assistant am Kölner Standort.

Kölle Alaaf! Heute mal was Deftiges – hast du diese Woche ordentlich gefeiert?

Wer in Köln den Karneval nicht lebt, gehört hier nicht hin… oder sollte an diesen Tagen verreisen! Als waschechtes Kölsches Mädchen – meine Großmutter war die erste Köchin von Willi Ostermann – habe ich NATÜRLICH im Karneval auch in dieser Session alles gegeben. Mit dem Start am 11.11. über diverse Sitzungen bis hin zum Weiberfastnacht und am Aschermittwoch, tja, da ist alles vorbei.

Ketchup oder Senf zum Frikadellenbrötchen?

Senf, ohne Frage. Am liebsten mit mittelscharfem Senf aus der Kölner Historischen Senfmühle Anno 1810.

Gibt’s das auch außerhalb der Session bei dir, oder kochst du sonst selber?

Frikadellen gehen immer, am liebsten mit Möhren und Kartoffeln untereinander dazu. Meine Kids lieben das!

Dein Familienrezept für leckere Frikadellen?

Oma Elisabeths Frikadellenrezept:

Rindergehacktes, eine Zwiebel sehr fein in Würfel geschnitten, ein altes trockenes weißes Brötchen in Milch aufweichen, gut ausdrücken und reinzupfen, einen Teelöffel scharfen Senf, Salz, Pfeffer aus der Mühle, Paprika edelsüß, ein Ei, alles gut vermischen und in guter Butter braten. Variante für Exoten: die ungebratene rohe Frikadelle in Röstzwiebeln wenden und dann braten – der Kracher!

Welches ist dein liebstes Kölsches Traditionsgericht?

Sauerkraut mit Kartoffelpüree und dazu gepökeltes Hänchen, also sozusagen Low-Carb-Food.

Was gibt’s bei dir in der perfekten Mittagspause?

Ein leckeres Bircher Müsli mit Himbeeren, alles andere ist mir zu schwer und eher abendtauglich.

Ich glaube, mein Telefon klingelt. Macht et jut….

Heute bei uns am Tisch: Adrian, Lunchbox-Connoisseur und Specialist Social Content & Distribution in München.

Wer hat dir Pfannkuchen-Backen beigebracht, und was ist dein Trick (jeder hat einen Pfannkuchen-Trick)?

Schon als kleines Burscherl herrschte in Omas Backstube Hochbetrieb, wenn Adrian zu Besuch war: Pfannkuchen mit selbst gemachtem Pflaumen- oder Apfelmus waren meine Leibspeise. Ihr Geheimtipp war ein Schluck Sprudelwasser, der den Teig noch etwas flockiger und leichter machte.

Aber zwei verschiedene Arten Käse?!

Ja, mittags sind die Reserven meist aufgebraucht, da ich morgens nicht wirklich frühstücke. Deshalb ist herzhaft für mich in der Mittagspause Pflicht! 

Na gut. Aber geht das mit irgendeinem Ernährungsplan zusammen?

Ich mache viel Sport in der Freizeit, und da sind Kohlenhydrate natürlich wichtig für mich. Ein einfacher Salat kommt da nicht in Frage, a bisserl a Spaß muss scho’ sein!

Lunchbox-Gretchenfrage: Glas, Plastik oder Metall?

Hmm, wie hab ich’s mit der Lunchbox? Wenn ich Sachen daheim vorbereite, kommen die immer in meine „schicke” Tupperdose von Mama. Ich muss nur daran denken, dass ich die auch wieder mit heimbringe. Die ist hier sonst ruckzuck weg.

Was gibt es bei dir in der perfekten Mittagspause?

Am liebsten natürlich ein Schnitzel mit einer eisgekühlten Paulaner Spezi!

Na dann lass es dir schmecken!

Bei uns am Tisch: Svenja, Mittagspausengenießerin und PR-Beraterin in München.

Wow. Das sieht ja toll aus. Aber was ist das unter dem Fisch?

Das sind rote Linsen mit Speck, Lauch und Karotten. Und schau nicht so. Es schmeckt besser, als es aussieht! Durch den Speck und den Lauch bekommen die Linsen einen kräftigen Geschmack. Ich habe Linsen lange Zeit nur mit Suppen in Verbindung gebracht, und erst seit kurzer Zeit koche ich kreativer damit.

Steht die Kombination mit geräucherter Forelle tatsächlich im Rezept, oder hattest du gerade nichts anderes?

Das Rezept ist aus einem meiner Lieblingskochbücher: „20 Minuten sind genug” vom GU-Verlag. Das ist super, wenn es mal etwas schneller gehen muss. Die Rezepte sind unkompliziert, aber super vielseitig – da findet wirklich jeder etwas!

...und das hat wirklich nur 20 Minuten gedauert?

Ja, tatsächlich stimmen die Zeitangaben ziemlich genau – die Linsen müssen zum Beispiel nur zehn Minuten gekocht werden. Das Schöne ist, dass man bei vielen Rezepten auch tiefgekühltes Gemüse verwenden kann und sich so viel Schnippelei spart. Tiefkühlprodukte sind ja auf der Arbeit oft praktischer als frisches Gemüse.

Hast du Mittags nicht mehr Zeit?

Das ist ganz unterschiedlich und hängt oft von den Projekten ab, die ich gerade betreue. Aber ich verbringe einfach lieber Zeit mit den Kollegen am Mittagstisch als bei der Zubereitung in der Küche.

Gibt es bei dir jeden Freitag Fisch?

Nein, und ich bin auch nicht katholisch! ;) Aber geräucherte Forelle ist einfach etwas Feines.

Bon appétit!

Michael Reinhardt

ist immer auf der Suche nach Lunch-Rezepten, die origineller sind als TK-Pizza, Plastikschalensalat und Käsestulle.

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