„Lass die Helden heulen“ auf der re:publica

05.05.2015

Installation von fischerAppelt gegen die Empörungsgesellschaft auf der re:publica 15.

#grexit, #varoufake oder #bahnstreik – Die Digitalisierung bringt Empörungswellen im Minutentakt auf das Smartphone. Die Empörungsgesellschaft ist auf dem Vormarsch. Irgendwer weint immer. Ob Krokodilstränen oder echte Empörung: Erregunsgswellen in Gang zu setzen oder auf ihnen zu surfen, ist Teil unserer Alltagskultur. Statt sich ständig zu empören, glauben wir an den gepflegten Diskurs. An das Für und Wider. An das Abwägen statt den Meinungsschnellschuss. An Grau statt Schwarz-Weiß.

„Lass die Helden heulen“ ist unsere Installation für die re:publica 15. Kai Diekmann, Alice Schwarzer und Sascha Lobo fungieren in der Installation als Symbole der Empörungskultur. Sie weinen, wenn ein Betrachter oder das Web bestimmte Hashtags benutzen. Nun haben die, die sich selber schon einmal über die Thesen der drei die Haare gerauft haben, zum ersten Mal die Möglichkeit, sie selbst zum Weinen zu bringen. In Echtzeit auf der re:publica 15. Wir sind gespannt, welche Reaktionen die Installation auslösen wird. Empörung oder Diskurs? Das ist die Frage für die nächsten zwei Tage.

Schon mal die Haare gerauft wegen Alice Schwarzer? An den Fingernägeln gekaut wegen Sascha Lobo? Laut geschrien wegen einer BILD-Headline? Jetzt ist es Zeit, zurückzuzahlen. Das Netz ist unser. Lass die Helden heulen.

Nutzt die Twitter-Hashtags: #Alice, #Sascha und / oder #Kai sowie #DeinAppell. In den jeweiligen Bildern findet Ihr alle Twitter-Hashtags.

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