2,8 Milliarden für das digitale Auto

04.08.2015

Christian Clawien zur Übernahme von here.com durch ein Joint Venture aus BMW, Mercedes und Audi - erschienen bei Lead Digital.

Die Woche startet mit einer echten Ansage: Mehrere Automarken in den Trending Topics bei Twitter? Ein neues Modell? Mitnichten. Lange wurde gerungen und mit harten Bandagen gekämpft um eines der digitalen Filetstücke des strauchelnden finnischen Nokia-Konzerns: den Kartenanbieter here.com. Der wechselt nun für 2,8 Milliarden die Besitzer und wird ab dem zweiten Quartal 2016 von einem Joint Venture aus BMW, Mercedes und Audi geführt.

Mehrere Milliarden für digitale Karten? Was noch mehr aufhorchen lässt: Drei Erzrivalen verbünden sich? Was treibt, ist eine Wette auf die Zukunft: Selbstfahrende Autos. Auf Basis gemeinsamer Karten-Rohdaten werden diese vermutlich schneller Realität als wenn jeder alleine daran arbeitet. Aber auch bestehende Fahrassistenzsysteme lassen sich durch die Kombination von Fahrzeugdaten und Kartendaten verbessern. Vor allem aber bedeutet diese Meldung mehr Unabhängigkeit. Weltweit bemühen sich Automarken, eine eigene Digitalisierungsstrategie zu finden, um weitere Abhängigkeiten von Google und Apple zu vermeiden. Nichts ist derzeit spannender als die Digitalisierung der Automobilindustrie. Da wird von geheimen Besuchen im BMW-Werk in Leipzig durch Tim Cook berichtet und spekuliert, ob das Valley nicht doch gleich lieber eigene Fahrzeuge bauen wird.

  Den vollständigen Beitrag gibt´s auf LEAD digital.

Christian Clawien

beschäftigt sich bei fischerAppelt mit digitalen Themen, der Tech-Branche und vermittelt zwischen Marke und Zielgruppe.




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