7 neue Sportarten, die zu olympischen Disziplinen werden könnten

30.10.2015

Das olympische Feuer hipper Großstädter: Welche Trendsportarten schaffen den Sprung?

In diesen Tagen landen bei uns Hamburgern die Unterlagen für das Olympia-Referendum. 259.883 Bürger müssen mit „Ja“ stimmen, damit die Stadt sich bewerben darf. Aber was genau bedeuten die Olympischen Spiele heute eigentlich aus sportlicher Sicht? Mit simplen Leichtathletik-Disziplinen lassen sich die Sportfans von heute offenbar nicht mehr zufriedenstellen: Für die Sommerspiele 2020 stehen Skateboarden und Karate auf der Liste der potenziellen Disziplinen. Da stellt sich mir die Frage: Welche Trendsportarten werden es wohl bis 2024 zum olympischen Status gebracht haben?  

fischerAppelt hat nach intensiven Recherchen in der Szene – unter Hipstern, Normalos, Youngstern und jung gebliebenen Alten – analysiert, was die attraktiven neuen Disziplinen sind, und wer jeweils darauf abfährt.

1. Rugby. Lange war Boxen im Business schwer angesagt. Die ganz harten Jungs wollten zeigen, dass sie nicht bei Geschäftsabschlüssen, sondern auch im Ring austeilen können. Leider mussten sie eher einstecken. Schlecht für das Ego. Da kam Rugby um die Ecke. Dort darf man sich gleich kollektiv auf die Glocke hauen, im Dreck sudeln, schicke Shirts gibt es obendrauf. Und die gebrochene Nase wird mit Stolz allen gezeigt.

Olympia-Eignung: 2 von 5 Fackeln

2. Standup-Paddling. Was vom Ufer betrachtet immer etwas unelegant wirkt, ist auch so. Denn wenn man das stehende Paddeln auf dem überdimensionalen Surfbrett ernst nimmt, dürfte man dem Wasservergnügen eigentlich nur in den Gewässern vor Hawaii und Florida frönen. Dort tummeln sich allerdings Haie. Und deshalb wurde Standup-Paddling auf Alster, Havel, Chiem- und Baldeneysee zur Trendsportart. Sollten die ersten Haie dort gesichtet werden, ist der Spaß aber auch vorbei.

Olympia-Eignung: 3 von 5 Fackeln

3. Cliff-Diving. Alles begann mit der Frage, welche Badehose „Mann“ tragen darf. In Frei- und Hallenbädern haben sich bei spätpubertierenden Jungs in den vergangenen Jahren unpraktische Shorts verbreitet. Sie saugen sich schnell voll Flüssigkeit, ziehen die Jungs unter Wasser und sehen an Land ziemlich Sch… aus. Das ergab zumindest eine Umfrage unter den fischerAppelt-Beraterinnen. Irgendwann kreuzte einer dieser Pubertiere mit knallenger, das Gemächt eng umschlingender Badehose auf. Kletterte im Freibad Bottrop-Kirchhellen auf den 10-Meter-Turm. Sprang „Köpper“. Und konnte sofort nach dem Auftauchen am Beckenrand die Standing Ovations entgegennehmen – ohne umständlich erst die Badeshorts auf dem Beckengrund zu suchen. Und schwupps war aus diesem Poser-Vorteil eine Trendsportart geboren.

Olympia-Eignung: 2 von 5 Fackeln

4. Kite-Surfing. Einfach nur cool. Wenn man’s kann. Auf den Wellen reiten. Einfach mal abheben zwischendurch. Und nach getaner Fliegerei am Barbecue mit den „Babes“ vom Strand. Vielmehr braucht „Mann“ nicht. Die Trendsportart steht allerdings unter Druck: Durch den Klimawandel, der wiederum heftige Winde nach sich zieht, hat es einige High-flying Birds abgetrieben – die Fortpflanzungskette Surfer-Babe wurde empfindlich unterbrochen.

Olympia-Eignung: 4 von 5 Fackeln

5. Frisbee Golf. Das ist die Trendsportart der einsamen Herzen. Von denen es in den Ballungszentren, wie Tinder berichtet, immer mehr gibt. Vor allem auf den Hundewiesen wird Frisbee Golf gespielt. Mann oder Frau werfen die Scheibe in Richtung einer „aussichtsreichen“ Frau oder einem Mann. Der eigene Hund versucht die Scheibe zu fangen. Rempelt idealerweise die Frau oder den Mann an. Am besten: Der Hund des „Zielobjekts“ macht beim Fangen mit. Und schon ergibt sich eine Gesprächssituation. Idealerweise spielt man 19 Löcher.

Olympia-Eignung: 1 von 5 Fackeln

6. Parkour. Geländewagen und SUV waren gestern. Heute lässt man das Auto stehen (ist auch ökomäßig cooler) und macht den Weg zum Ziel – und zwar nur mit den Fähigkeiten des Körpers möglichst effizient natürliche Hindernisse zu überwinden. Das entspricht voll dem idealen Verhalten im Berufsleben, wenn man dort vorankommen will. Und weil Parkour auf diese Weise trainierte, ist es zur Trendsportart geworden.

Olympia-Eignung: 4 von 5 Fackeln

7. Speedminton. Bisschen Tennis, bisschen Badminton, bisschen Squash. Eignet sich auch sehr gut zum Beeindrucken des anderen Geschlechts, weil man so richtig in Action ziemlich lässig aussieht und gleichzeitig ziemlich flott unterwegs ist. Das Praktische an Speedminton: Man braucht kein Spielfeld, sondern kann überall loslegen. Am Strand, im Park – oder im Olympiastadion.

Olympia-Eignung: 3 von 5 Fackeln

Harald Ehren

hält sich selbst ganz bescheiden mit Joggen fit – und versucht dabei den Kampf-Pudeln und ihren Herrchen aus dem Weg zu gehen.




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