Agenda Watch im September: Events in Hamburg

29.08.2016

Unsere Agenda Watch zu wichtigen Veranstaltungen aus Politik und Gesellschaft.

Jeden Monat finden in Hamburg viele inspirierende Vorträge, Lesungen und Diskussionsrunden rund um die Themen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft statt. fischerAppelt stellt ein Best of der Veranstaltungen in der Agenda Watch zusammen. Diese wird ab jetzt auch über das Hamburger Tagesjournal distribuiert. Hier geht es zur Anmeldung für den kostenlosen werktäglichen Newsletter am Morgen.

Das sind die wichtigsten Hamburger Events im September:

Chinas Währung – Aufstieg in die Champions League?

Ostasiatischer Verein e.V., Do, 01.09.2016, 18 – 19.30 Uhr

Diskussion: Die Weltwirtschaft ist einem permanenten Wandel unterworfen, der insbesondere mit dem wirtschaftlichen Aufhol-prozess Chinas eine zusätzliche Dynamik entfaltet hat. Die gestiegene wirtschaftliche Bedeutung von China lenkt dabei den Fokus auf die spannende Frage, wie sich das Weltwährungssystem in Zukunft verändern wird. Diese Themen wird Henner Asche, ständiger Vertreter des Leiters des Zentralbereichs Märkte der Deutschen Bundesbank, in seinem Vortrag thematisieren. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einer vertiefenden Diskussion mit dem Referenten.

Gäste: Henner Asche (ständiger Vertreter des Leiters des Zentralbereichs Märkte der Deutschen Bundesbank)

Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Hamburg, Willy-Brandt-Straße 73

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Emanzipation im Islam – Eine Abrechnung mit ihren Feinden

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Mo, 05.09.2016, 19 – 21 Uhr

Lesung: In ihrem neuen Buch “Emanzipation im Islam – eine Abrechnung mit ihren Feinden” zeigt die Autorin Sineb El Masrar, was und vor allem wer Muslimas heute in Deutschland und weltweit daran hindert, ein emanzipiertes und selbstbestimmtes Leben zu führen, ob es ihre Sexualität, Liebe, Partnerschaft betrifft oder Familie und Erziehung. Ohne die Frau gäbe es keinen Islam, so El Masrar. Und doch präge ihre Unterdrückung durch patriarchale Strukturen die Geschichte des Islam bis in unsere Gegenwart. Kopftuch-Debatte, Dramen um Zwangsehe und sogenannte Ehrenmorde seien Ausdruck von Ungerechtigkeit, die im Privaten beginne und sich ihren Weg in den öffentlichen Raum bahne. Besonders für die junge Generation müsse mehr individuelle Entfaltung möglich sein sowie eine Auseinandersetzung mit den theologischen Quellen.

Gäste: Sineb El Masrar (Autorin u. Herausgeberin von “Gazelle: Das multikulturelle Frauenmagazin”)

Madison Hotel Hamburg, Schaarsteinweg 4

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Wirtschaft und NGOs – wie geht das?

Handelskammer Hamburg, Mo, 05.09.2016, 16.30 – 20 Uhr

Podiumsdiskussion: Gesamtwirtschaftliche Herausforderungen können nur durch die Zusammenarbeit aller Akteure bewältigt werden. Der Dialog von Unternehmen und Organisationen der Wirtschaft auf der einen und Nichtregierungs-Organisationen (NGOs) auf der anderen Seite ist jedoch häufig nicht lösungsorientiert. Dies ist weder im Interesse der Wirtschaft, der Unternehmen oder der Selbstverwaltung, noch unterstützt es das Anliegen von NGOs und Interessengruppen. Mit der Veranstaltung soll versucht werden, Wirtschaft und Interessengruppen in einen kontinuierlichen inhalts- und lösungsorientierten Austausch zu bringen.

Gäste: u.a. Korinna Steffen (Vorsitzende des Arbeitskreises Gesellschaftliche Verantwortung der Handelskammer Hamburg), Dr. Dirck Süß (Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaftspolitik der Handelskammer Hamburg), Klaus Baumgardt (Rettet die Elbe), David Hachfeld (Oxfam)

Albert-Schäfer-Saal, Adolphsplatz 1

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Sicherheit, Freiheit und Privatsphäre – Was muss und was darf der Staat im digitalen Zeitalter tun?

Friedrich-Ebert-Stiftung, Mi, 07.09.2016, 18 – 20 Uhr

Diskussion: Wir erwarten, dass der Staat seine BürgerInnen vor Gefahren schützt. Deshalb sind in Zeiten des Terrors die Geheimdienstaktivitäten ausgebaut und die Nachrichtendienste zu einem wichtigen Instrument der Sicherheitspolitik entwickelt worden. Doch wie weit darf ein Staat im Namen der Sicherheit die Freiheit der Menschen beschneiden und in ihre Privatsphäre eindringen? Nicht erst seit Edward Snowden und der NSA-Affäre gibt es Kritik an der Arbeit der Nachrichtendienste. Auch in der Debatte über die Vorratsdatenspeicherung geht es um den schmalen Grat zwischen notwendigen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und unnötiger Überwachung aller BürgerInnen.

Gäste: Christian Flisek (MdB, Obmann der SPD im NSA-Untersuchungsausschuss), Kai-Uwe Steffens (Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung)

Hamburger Botschaft, Sternstraße 67

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Berufsschulen auf dem Abstellgleis

Körber-Stiftung, Do, 08.09.2016, 19 Uhr

Buchpremiere: 330 anerkannte Ausbildungsberufe gibt es aktuell in Deutschland – und rund 17.440 Studiengänge. Reicht das duale Ausbildungssystem also nicht mehr aus, um den Bedarf der Wirtschaft an qualifizierten Fachkräften zu decken? Oder rächt sich nun, dass die Bildungspolitik sich auf die Gymnasien und die Erhöhung der Akademikerquote konzentriert – und die Berufsschulen als häufigste Schulform in Deutschland offenbar vergessen hat? Katharina Blaß und Armin Himmelrath analysieren mit ihrem Buch erstmals die Situation deutscher Berufsschulen: Die kombinierte Ausbildung in Betrieb und Berufsschule oder -kolleg wird von Portugal bis Lettland kopiert, repräsentiert und sichert Deutschlands wirtschaftliche Stärke. Hierzulande dagegen scheint es, als habe die Ausbildung als Einstieg in die berufliche Laufbahn ihren Zenit überschritten.

Gäste: Armin Himmelrath (Bildungs- und Wissenschaftsjournalist), Katharina Blaß (Wirtschaftsjournalistin), Marion Schmidt (Journalistin und Bildungsmanagerin)

KörberForum, Kehrwieder 12

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„Making America great again!“, „Feeling the Bern“ oder „Hillary for America“?

Die Neue Gesellschaft, Do, 08.09.2016, 18 – 20 Uhr, Kosten: 4 Euro

Diskussion: Ob Frauenrechte, Diskussion zum Waffenbesitz, Abtreibung oder der Umgang mit Latinos und Minderheiten – selten war ein US-Präsidentschaftswahlkampf so kontrovers. Beleidigungen scheinen den Weg der Kandidaten zu ebnen und das „Land of the Free and Home of the Brave“ zeigt sich tief gespalten. Dieser Abend widmet sich der Diskussion dieser Kontroversen und der Betrachtung von Entwicklungen und Prognosen rund um die US-Präsidentschaftswahl.

NG Geschäftsstelle, Springeltwiete 1

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Russland auf dem Marsch in die Konfrontation?

Staatspolitische Gesellschaft, Do, 08.09.2016, 18 Uhr, Kosten: 5 Euro

Vortrag: Wohin steuert Russland? Putin hat sein Land in eine nationalistische und konfrontative Ecke manövriert, aus der es kaum gesichtswahrend herauskommen kann, zudem weisen alle ökonomischen Parameter nach unten. An Putins Popularität ändert das jedoch nichts: Schuld ist ja schließlich der Westen. Völlig klar ist, dass keine der großen weltpolitischen Fragen ohne Russland gelöst werden kann und soll, klar ist aber auch, dass sich der Westen nicht dem Hegemonialanspruch Russlands beugen kann. Wie könnten Wege aus der Krise aussehen?

Gast: Dr. Barbara Lübcke (Politikwissenschaftlerin)

Staatspolitische Gesellschaft e.V., Ohlsdorfer Straße 37

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Hillary Clinton or Donald Trump: Who Wins the White House? And Why?

Friedrich-Ebert-Stiftung, Mo, 12.09.2016, 19 – 21 Uhr

Podiumsdiskussion: Nach einem harten Kampf haben die Republikanische und die Demokratische Partei offiziell ihre jeweiligen Präsidentschaftskandidaten nominiert und sind nun in der entscheidenden Phase ihres Wahlkampfes. Nicht-amerikanische Beobachter neigen dazu, Hillary Clinton vorzuziehen, eine Kandidatin mit einer weitreichenden politischen Erfolgsgeschichte. Für den Erfolg Donald Trumps, eines Kandidaten ohne politische Erfahrung, fehlt ihnen ein wenig das Verständnis. Die Diskussionsteilnehmer werden das verwirrende Rennen um das Weiße Haus analysieren und die Faktoren erklären, die für die Wahl entscheidend sind. Hinweis: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Gäste: Adam Garfinkle (Gründungsredakteur „The American Interest“, Redenschreiber, Professor), Metin Hakverdi (SPD-Politiker, MdB)

Amerikazentrum, Am Sandtorkai 48

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Die neuen Nachbarn bleiben

Körber-Stiftung, Di, 13.09.2016, 19 Uhr

Diskussion: Viele der nach Hamburg Geflüchteten werden hier bleiben – eine große, aber machbare Herausforderung für die Stadtgesellschaft. Im Rahmen der Reihe „Bürger.Macht.Politik“ wird über kurz- und mittelfristige Unterbringungsmöglichkeiten, eine gelingende Integration in Nachbarschaften und die Einbindung der Bürger diskutiert.

Gäste: Dorothee Stapelfeldt (Stadtentwicklungssenatorin), Jasmin Peter (Hamburg für gute Integration), Gesa Ziemer (Professorin für Kulturtheorie an der HafenCity Universität, Projektleiterin von Finding Places)

KörberForum, Kehrwieder 12

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Die Hafencity – ein Modell für das 21. Jahrhundert?

Die Neue Gesellschaft, Fr, 16.09.2016, 17 – 19 Uhr, Kosten: 7 Euro

Rundgang: Hamburgs jüngster Stadtteil gilt in der Fachwelt als eines der aufregendsten Stadtentwicklungsprojekte weltweit. Manch Hanseat betrachtet die schon fertig gestellten Quartiere im ehemaligen Hafengebiet trotz öffentlicher Plätze und Blick aufs Wasser eher skeptisch. Zu kalt die Architektur, die Straßen zu eng und zu wenig Grün. Dieser Rundgang möchte einen Blick in die nahe Zukunft wagen: den Baakenhafen.

Haltestelle Magellan-Terrassen (Buslinie 111)

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Bürgerbeteiligung: Nur ein Feigenblatt?

Staatspolitische Gesellschaft, Di, 20.09.2016, 18 Uhr, Kosten: 5 Euro

Vortrag: „Mehr Bürgerbeteiligung“ klingt immer gut und bekommt immer Beifall. Doch was, wenn der Bürger dann anders entscheidet, als gewünscht? Gegen Flüchtlingsheime oder gegen Olympia? Manchmal wollen Politiker gerne Bürger beteiligen, weil sie auf Unterstützung für die eigene Position hoffen, manchmal ist die Bürgerbeteiligung im Weg, wenn es um schnelle Entscheidungen geht. Manche Dinge sind ohne Beteiligung der Betroffenen aber nicht oder nur mit staatlicher Gewalt durchzusetzen. Wie wollen wir damit umgehen?

Gast: Martin Hoschützky (Historiker)

Staatspolitische Gesellschaft e.V., Ohlsdorfer Straße 37

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Wissen. Eine Glaubensfrage?

Bucerius Law School, Mi, 21.09.2016, 18.30 – 20 Uhr

Public Lecture: Wissenschaft schafft Wissen. Sie definiert sich wesentlich über ihre Methoden wie Datenerhebung, Auswertung, Überprüfbarkeit, Transparenz, aber auch über ontologische Kategorien wie Objektivität. Diese werden jedoch laufend hinterfragt: Gibt es überhaupt so etwas wie „gesicherte Fakten“? Ist Objektivität überhaupt möglich, oder muss es beim Anspruch bleiben? Hat Wissen ein Verfallsdatum, und welche Ereignisse sind es, die Wissen obsolet machen? Wie gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit diesen Ungewissheiten um? Welche Rolle spielt Glauben dabei? Diese Fragen sind das Thema der zweiten Public Lecture des 51. Deutschen Historikertages.

Auditorium maximum, Jungiusstraße 6

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Körber Debate: Zukunft mit Russland – Zeit für eine neue Ostpolitik?

Körber-Stiftung, Di, 27.09.2016, 19 Uhr

Streitgespräch: Es herrscht eine Eiszeit im europäisch-russischen Verhältnis. Darüber, wie es weitergehen soll, gehen die Meinungen in Brüssel wie Berlin weit auseinander. Sollte man das „Säbelrasseln“ einstellen, auf Moskau zugehen und seine Interessen ernster nehmen? Oder muss Russland weiter sanktioniert werden, solange es internationale Normen bricht und nicht zu einer Lösung der Ukraine-Krise beiträgt? Zwei Redner sowie das Publikum sind unter Moderation von Stefan Kornelius (Süddeutsche Zeitung) aufgerufen, Stellung zu beziehen.

KörberForum, Kehrwieder 12

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