Live Marketing: Drei Jahre, drei Köpfe

18.03.2016

Unsere Event-Unit feiert ihr dreijähriges Bestehen und schmiedet Zukunftspläne.

Zum Jubiläum von fischerAppelt, live marketing lässt die Geschäftsführung um Dino Büscher, Jennifer Bandholz und Matthias Holst die bisherigen Erfolge Revue passieren und spricht über Expansionspläne.

Wie hat sich die Unit seit der Gründung entwickelt?

Dino Büscher: Da ist ganz viel passiert. Wir konnten uns als neuer Player im Live Marketing etablieren, relevante Pitches gewinnen und damit ein heterogenes Kundenportfolio aufbauen, haben uns neue Geschäftsfelder erschlossen, eine disziplinenübergreifende Sportmarketing-Unit gegründet und eine sehr erfolgreiche Niederlassung in Qatar an den Start gebracht. fischerAppelt ist heute die führende Agenturgruppe für Creative Content in Deutschland. Eine historisch gewachsene, erfolgreiche und vor allem innovative Agenturmarke für ganzheitliche Kommunikationsarbeit. Und wir sind ein wichtiger Teil davon. Andreas und Bernhard Fischer-Appelt mit ihrem agilen, inhabergeführten Unternehmen haben uns das Gefühl gegeben, dass wir gemeinsam viel erreichen können. Sie haben sich schon früh Gedanken über den Wandel im Markt gemacht und sind sich mit uns einig, dass die Vernetzung verschiedener Spezialdisziplinen eine entscheidende Rolle in der Marketingkommunikation spielt. Wir sind von Null gestartet, konnten Strukturen aufbauen und haben Kunden gefunden, die den Weg mit uns gegangen sind und das Engagement damit gewürdigt haben.    

Dino Büscher: Ich würde sogar von einer „Unaufgeregtheit des Vorstands“ als Grundlage der Unternehmenskultur sprechen. Kurzfristige Ziele stehen bei uns nicht im Vordergrund. Vielmehr hat man die Möglichkeit, in neue Märkte, Geschäftsfelder, Produkte, Dienstleistungen und People zu investieren. Zudem sind wir aufgrund von kurzen Wegen, Schnelligkeit und flachen Hierarchien „Speedboot“ und konnten dies seit Gründung für nachhaltiges Wachstum sehr gut nutzen.

Matthias Holst: Überzeugt hat uns dann unter anderem die familiäre Kultur in der Gruppe, in der zum Beispiel Pitches um kommunikative Aufgaben ohne Spartendenken möglich sind. Das funktioniert nur ohne den Wunsch nach kurzfristiger Gewinnmaximierung, wie es in den großen Netzwerken mit ihren Notierungen am Aktienmarkt oftmals der Fall ist.

An welchen Standorten seid ihr heute vertreten?

Jennifer Bandholz: Wir haben interessante Kunden, die von disziplinübergreifenden Standorten betreut werden. Aktuell sind wir mit fischerAppelt, live marketing in Köln, Hamburg, Berlin und Doha/Qatar vertreten. Grundsätzlich steht für uns das homogene Wachstum der Standorte im Vordergrund. Wir müssen das nicht übereilen und wollen auch keine Überdehnungen an den einzelnen Standorten.  

Dino Büscher: Für mich war wichtig, dass wir Teil der Internationalisierungsstrategie von fischerAppelt sind und hierfür bislang einen guten Beitrag leisten konnten. Wir haben uns entschieden, fischerAppelt, qatar zu gründen, weil es einerseits bestehende Kontakte gab und das Emirat andererseits für uns viele Optionen bietet. Natürlich gibt es in Doha auch andere Player und Wettbewerber. Mit der Verbindung deutscher Tugenden, operativer Exzellenz im Sinne von „Made in Germany“ und unserer strategischen Beratungskompetenz in Kombination mit schlagkräftiger lokaler und überregionaler Middle-East-Kompetenz konnten wir überzeugen und uns auf dem katarischen Markt deutlich differenzieren. Wir sind derzeit eine der führenden Live-Marketing-Agenturen des Landes. Wir möchten in Doha aber noch einen Schritt weiter gehen und den Standort mit Fokus auf interdisziplinäre Leistungen weiter ausbauen.

Wer leitet die Niederlassung in Doha?

Matthias Holst: Wir haben ein deutsches Management vor Ort und Dino Büscher ist regelmäßig eine Woche pro Monat am Golf. Intern gibt es außerdem einen regen Austausch mit den Kollegen anderer Disziplinen der Creative Content Group – speziell im Kreativbereich. Wir möchten in Doha bald den nächsten Schritt machen und den Standort mit Fokus auf interdisziplinäre Leistungen weiter ausbauen. Mit breit aufgestellten Branchenschwerpunkten und Spezialkompetenzen umfasst unser multinationales Team insgesamt 20 Mitarbeiter aus neun unterschiedlichen Nationen.

Was macht eine deutsche Agentur in Doha/Qatar?

Dino Büscher: Mehr als man hier wahrscheinlich denkt. Wir haben in den letzten drei Jahren durch erfolgreiches Wirken in Qatar Image und Reputation unserer Agenturmarke ausbauen können. Das haben wir als Motor für Neuegeschäft im Emirat genutzt, um unser Kundenportfolio zu vergrößern. Wir arbeiten für Kunden wie Qatar Tourism Authority, Qatar Airways, Qatar Foundation, Ras Gas, State Qatar National Day Organising Committee, Vodafone, Rotana und St. Regis. Unter anderem sind wir aber auch für die Commercial Bank tätig und haben im vergangenen Jahr eine achtmonatige integrierte Kommunikationskampagne zum 40. Jubiläum umgesetzt. Weiterhin sind wir in Qatar jetzt auch im Sportsektor tätig und haben die ersten großen Mandate gewonnen, z. B. das zur European Golf Tour zugehörige Commercial Bank Qatar Masters mit 2,5 Mio. Dollar Preisgeld und 38.000 Zuschauern, das übrigens das größte, jährlich wiederkehrende Sportevent in Qatar ist. Umsetzung war Ende Januar 2016 und wir waren als Lead-Agentur Bindeglied zwischen Commercial Bank, European Tour und Golf Club.

Matthias Holst, Jennifer Bandholz und Dino Büscher am Kölner Standort von fischerAppelt, live marketing.

Was ist die Positionierung und der USP von fischerAppelt, live marketing?

Dino Büscher: Als Teil der Creative Content Group entwickeln wir integrierte Live- und Sport-Marketing-Strategien sowie Content-Konzepte – immer mit dem Anspruch, relevanten Gesprächsstoff zu produzieren, der Menschen bewegt. Digital, analog, national und international.  

Jennifer Bandholz: Dabei bieten wir nicht nur Kompetenz in Live- und Sport-Marketing, sondern verfügen auch über interdisziplinäre Kompetenz und vernetzte Leistungsangebote. Die intelligente Symbiose mit anderen Disziplinen der fischerAppelt-Agenturgruppe ist hierbei der entscheidende Erfolgsfaktor. Vor allem soll das Full-Service-Angebot ermöglichen, Live Marketing mit anderen digitalen Disziplinen zu kombinieren.

Für wen seid ihr sonst noch tätig?

Matthias Holst: In der Live-Kommunikation arbeiten wir unter anderem für Europcar, DSGV, Postbank, Viessmann, T-Systems, Aareal Bank und VW, im Exhibition-Bereich für Schäffler Automotive After Market und im Sportmarketing für Gazprom, Cartelli, Commercial Bank, Hisense und die Deutsche Post.

Was sind das für Projekte, für die ihr gebucht werdet?

Matthias Holst: Die Kunden kommen in der Regel mit kommunikativen Fragestellungen zu uns. Auf diese Aufgaben sind wir vorbereitet und können sie lösen. Gute Logistik ist dagegen heute Standard, das können auch viele andere Agenturen.

Wie funktionieren Event- und Sportmarketing bei euch unter einem Dach?

Dino Büscher: Das sind zwei Kompetenzfelder, die sich gegenseitig befeuern und gewinnbringend ergänzen. Teilweise setzen wir gemeinsame Teams ein, wie jetzt für Gazprom. Das Unternehmen ist UEFA-Champions-League-Sponsor und engagiert sich für das Projekt „Football for Friendship“ – ein internationales Kindersozialprojekt, das einmal jährlich im Rahmen der Gazprom-Initiative „Gazprom for Children“ stattfindet. „Football for Friendship“ verbindet Nachwuchsspieler im Alter von zwölf bis 14 Jahren aus verschiedenen Ländern, die jedes Jahr am „Internationalen Kinderforum“, einem global ausgetragenen Street-Soccer-Turnier sowie dem „Internationalen Tag des Fußballs und der Freundschaft“ teilnehmen.

Wie geht es weiter? Wo ist fischerAppelt, live marketing in fünf Jahren?

Dino Büscher: Live Marketing spielt als kreativer und emotionaler Content-Lieferant im Kommunikationsmix eine immer wichtigere Rolle, da gerade in gesättigten Märkten die emotionale Differenzierung immer wichtiger wird. Emotionen erzeugen heißt, die eigene Geschichte so zu erzählen, dass sie die Geschichte des Zuhörers wird, die eigenen Bilder zu liefern und für die Zielgruppe zugänglich zu machen. In dieser Rolle werden wir mit fischerAppelt, live marketing stetig und gesund weiter wachsen und im Verbund der anderen Kompetenzen in der Creative Content Group eine wichtige Position einnehmen.

Das Interview erschien zunächst in der Ausgabe 4/2016 des BlachReport.




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