Führungskommunikation im New Normal

13.08.2020

Ziele vermitteln, Zusammenhalt fördern

Interne KommunikatorInnen müssen Führungskräfte besser unterstützen – das zeigt unsere Studie zusammen mit der School for Communication and Management.

Jeder/jede fünfte KommunikationsexpertIn unterstützt Führungskräfte bei der Kommunikation mit deren MitarbeiterInnen nicht. Außerdem evaluieren über 40 Prozent nicht, ob die MitarbeiterInnen mit der Kommunikation ihrer Führungskräfte zufrieden sind. Dies mag damit zusammenhängen, dass mehr als ein Drittel die Führungskräfte als SammlerInnen von Herrschaftswissen oder gar BremserInnen empfindet. Das sind die Ergebnisse einer Online-Umfrage zwischen April und Juli diesen Jahres unter  107 KommunikationsexpertInnen. Weil Führungskräfte häufig die ersten und wichtigsten Bezugspersonen von MitarbeiterInnen im Unternehmen sind und für eine gute interne Kommunikation immens wichtig, sind das keine guten Zahlen.

Führungskräfte sind wichtige MultiplikatorInnen

Es gibt glücklicherweise auch positive Befunde. In rund 60 Prozent der Fälle spielen die Führungskräfte als MultiplikatorInnen oder ImpulsgeberInnen eine produktive Rolle im Unternehmen. Interne KommunikatorInnen unterstützen sie am häufigsten durch Sammeln und Formulieren von Wordings, bei Präsentationen, als RatgeberInnen rund um die Führungskommunikation und bei der optimalen Nutzung von internen Social-Kanälen. Als Top-Themen erachten über 70 Prozent der Befragten Unternehmensstrategie und Kulturwandel. Als ihre Hauptaufgabe sehen es neun von zehn Befragte, über Führungskommunikation Akzeptanz für Ziele und Entscheidungen der Organisation schaffen. Mehr als die Hälfte will darüber Wertschätzung zum Ausdruck bringen.

Gemeinsam Vertrauen erhalten und Zusammenhalt fördern

Wertschätzung ist das Stichwort, besonders in Zeiten des New Normal. Es beginnt mit aufmerksamem Zuhören und einer empathischen Sprache seitens der Führungskräfte in Zeiten, in denen MitarbeiterInnen um ihren Arbeitsplatz bangen und privat von der Pandemie gestresst sind.  Interne KommunikatorInnen müssen eine schnelle und saubere Linienkommunikation gewährleisten und den Führungskräften als Service-Einheit gleichzeitig genügend Plattformen und Formate anbieten, damit diese informieren sowie schnell und profund auf Fragen der MitarbeiterInnen eingehen können. Mittel der Wahl sind hier Investitionen in Social-Intranet und MitarbeiterInnen-App. Schnell und transparent agieren, Vertrauen erhalten, den Zusammenhalt zwischen MitarbeiterInnen zu Hause und am Arbeitsplatz fördern – das sind wesentliche Aufgaben der nächsten Monate zur Gewährleistung des Unternehmenserfolgs. Durch gutes Storytelling, exklusiv für Mitarbeiter produzierte Podcasts oder frische Formate wie z.B.  die fischerAppelt Dingsda Homeoffice Edition wird das sogar richtig Spaß machen.

Steffen Schier

ist Competence Lead Interne Kommunikation bei fischerAppelt. Seit vielen Jahren betreut er Projekte aus der „internen Komm“, die seiner Meinung nach von Unternehmen mit der gleichen strategischen Sorgfalt und den gleichen Budgets bedacht werden sollten wie die „klassische externe“. Seine Schwerpunkte sind Corporate Publishing, Employer Branding und Erfolgsmessung.




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