Keine Angst vor dem weißen Blatt

10.09.2014

Eine Kolumne von Franziska von Lewinski.

Für SAAL ZWEI schreibt fischerAppelt Vorstand Franziska von Lewinski in ihrer Kolumne über Erfolgsmomente und Herausforderungen im Berufsalltag – diesmal über ihren Start bei fischerAppelt und die Auszeit davor.

Kennen Sie die Angst vor dem leeren, weißen Blatt? Es heißt ja, professionelle Schreiber sitzen immer wieder am Schreibtisch, den Kopf voller Ideen und Eindrücke – und bringen dann keinen gescheiten Satz zustande. Das Einzige, was sie vollbringen, ist der regelmäßige Gang zur Kaffeemaschine oder der Blick aus dem Fenster. Zum Glück habe ich keine Angst vor dem weißen Blatt – sinnbildlich gesprochen. Bei meinem Wechsel von der BBDO-Tochter Interone auf die Vorstandsposition der Kommunikationsagentur fischerAppelt habe ich mir dennoch bewusst vorgenommen, nicht gleich loszulegen, sondern innezuhalten. Nachzudenken. Gründlich und grundsätzlich. Deshalb habe ich mir eine Auszeit von zwei Monaten genommen.

Mit Auszeit meine ich, dass ich mich wirklich aus der Zeit herausgezogen habe.

Franziska von Lewinski

Keine Zeitungen lesen, nicht mehr ständig online sein, Branchen-News ignorieren und sogar das Handy abschalten. Ein vorübergehender Ortswechsel ist dabei hilfreich. Ich habe mich für Ibiza und meine Leidenschaft Yoga entschieden. Yoga ist, um gleich gängigen Vorurteilen entgegenzutreten, beileibe nicht weltentrückt oder gar eskapistisch. Ganz im Gegenteil. Jeder bleibt bildlich gesprochen auf seiner Matte, hebt nicht ab. Steht voll im Leben – im Gleichgewicht, mal angespannt und mal entspannt. Mit dem Unterschied, etwa zum Fitnesscenter, wo die Muskeln und Sehnen schmerzen sollen – und man dabei oft seine Grenzen überschreitet. Strenggenommen soll man beim Yoga nicht mal ehrgeizig sein. Es geht nicht um einen Wettbewerb. Yoga heißt, die Dinge bewusst anzugehen. Eine Übung, die vergangene Woche noch zu anstrengend war, kann man plötzlich bewältigen. Grenzen sollte man erkennen und bewusst daran arbeiten.

Daher: Wenn ich außerhalb des Yoga-Studios eine neue Herausforderung bewältigen muss, greife ich deshalb nicht automatisch auf Ansätze zurück, die sich früher einmal bewährt haben. Für meine eben begonnene Tätigkeit bei fischerAppelt heißt es also nicht einfach so weiterzumachen wie bisher, sondern es geht darum, einen für die neue Firma, die Kollegen und für mich passenden Weg zu finden. Dazu muss ich erst einmal verstehen, wie die neue Organisation tickt.  

Die vollständige Kolumne gibt´s auf SAAL ZWEI

Über SAAL ZWEI
Top-Entscheiderinnen schreiben exklusiv für SAAL ZWEI über ihren Berufsalltag: Über vertrackte Probleme, pragmatische Lösungen, kuriose Begegnungen und gute Gründe, die Ernsthaftigkeit des Jobs auch mal hinter sich zu lassen.

Franziska von Lewinski

verantwortet im Vorstand der fischerAppelt-Gruppe die Ressorts Digital und Innovation.




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