Limited Editions, die wir uns für 2018 wünschen

12.12.2017

... bevor der Hype vorbei ist.

Die letzte Limited Edition deines Lieblingsprodukts verpasst? Kennen wir nur zu gut. Und genau dadurch wirkt es natürlich noch viel begehrlicher als es tatsächlich ist. Willst du was gelten, mach dich selten! Deshalb sind Special Editions erfolgreich – im Absatz ebenso wie in der Kommunikation. Limitierte Produktauflagen sind die schillernden Shootingstars, die Medien und Konsumenten begeistern. Damit ist auch die Zeit vorbei, in der Nespresso-Mann George Clooney noch jemanden hinter der Kaffeemaschine hervorlocken konnte. Brands arbeiten seltener mit festen Testimonials zusammen. Stattdessen begleiten Influencer die Produkte als Brand Ambassador im Rahmen kurzzeitiger Kampagnen und bieten dafür eine Reichweite, die klassische Print- und Onlinemedien links überholt.

Aus Sicht der Marken überwiegen die Vorteile: Influencer haben eine enge Bindung zu ihren Followern und damit zur Zielgruppe. Statt für ein Produkt einen teuren Werbespot einzukaufen, wird es dort gezeigt, wo die Fans sind – auf YouTube, Facebook oder Instagram. Caro Daur beispielweise hat als erste Deutsche einen eigenen Lippenstift für MAC entwickelt. Nicht nur sie hat dabei ihre Fans gewissermaßen mit ins Labor genommen, auch befreundete Blogger griffen das Thema auf. Von der Entwicklung bis zum Launch gab es somit bereits einen ersten Buzz – der ideale Vorlauf für die folgenden Launch-Events mit Meet & Greet und Schlange stehenden Fans.

Die Begeisterung ihrer Anhänger wäre sicherlich geringer, würde es sich dabei um ein Produkt aus der Standard-Range handeln. Für die Limited Edition dürfen Regeln gebrochen werden. Schwarze Tempotaschentücher und Einhornklopapier sind dabei nur der Anfang. Es geht längst um mehr als ein neues Produktdesign. Foodhersteller setzen bereits stark auf Crossover – einerseits, indem sie verschiedene Brands aus dem eigenen Angebot miteinander verheiraten. Aber auch Kooperationen mit externen Marken sind inzwischen denkbar – um gemeinsam stärker aufzutreten.

Selbst klassische Luxusmarken flirten mit fremden Trendmarken, um ihr Image zu stärken. H&M hat es mit seinen Designerkollektionen vorgemacht und Louis Vuitton gönnte sich zuletzt den prominenten Support von Supreme.

Aber ist es jetzt nicht langsam mal genug mit den Sonderlingen? Bevor dem Hype die Puste ausgeht, wird es Zeit, einmal kurz Luft zu holen. Und sich genau zu überlegen, mit welchen Marken und Persönlichkeiten es sich wirklich lohnt zu kooperieren. Hier kommen die Spezialausgaben für 2018, die wir uns wirklich wünschen:

Den After-Party-Concealer von Bonnie Strange

Jedes Mädchen braucht einen guten Concealer. Aber einen starken, der die Spuren nach einer durchtanzenden Partynacht in den Griff bekommt und dazu noch erfrischt. Wer hat da mehr Erfahrung als Party Girl und DJane Bonnie Strange? Könnt ihr daran nicht mal zusammen arbeiten, Benefit oder Maybelline?

Das kalorienfressende Mineralwasser von Barbara Schöneberger

„Ich trinke viel Wasser“, behaupten Models ja oft, wenn man sie nach ihrem Figur-Geheimnis fragt. Ja ja, ist klar! Damit wir das endlich auch einmal sagen können, fehlt uns nur ein Mineralwasser, das schon beim Trinken Kalorien verbraucht. Das kriegt ihr hin, Barbara, ViO und Weight Watchers – oder?

Das Pop-up-Fitnessstudio von Pamela Reif

Das schlechte Gewissen treibt uns im Januar ins Fitnessstudio. Danach ist es mit der Motivation schneller vorbei, als man „Hantelbank“ sagen kann. Wir hätte eine Idee für den richtigen Ansporn: das Pop-up-Fitness(First)studio von Pamela Reif. Wenn das stählerne Fitness- und Instagram-Model von den Wänden des Studios unbarmherzig auf die weihnachtliche Plauze stiert, läuft sich der letzte Kilometer auf dem Band sicher schneller.

Die „wap bap“-Noise-Cancelling-Kopfhörer

Es gibt Lieder, an denen kommt man beim besten Willen nicht vorbei. Die erste Single von YouTuberin Bibi Heinke mit dem infamosen Titel „How it is (wap bap)“ war so ein Fall. Ohrwurm trotz inneren Auflehnens garantiert. Wären selektive Noise-Cancelling-Kopfhörer nicht was? Bose, wir zählen auf euch!

Mara Hellmann und Anke Meier-Höppner

beraten Marken-Kunden aus dem Beauty-, Food- und Beveragebereich in Hamburg und Berlin.




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