März 2017: Hamburger Agenda Watch

28.02.2017

Unsere Agenda Watch zu wichtigen Hamburger Events aus Politik und Gesellschaft.

Jeden Monat finden in Hamburg viele inspirierende Vorträge, Lesungen und Diskussionsrunden rund um die Themen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft statt. fischerAppelt stellt ein Best of der Veranstaltungen in der Agenda Watch zusammen. Diese wird ab jetzt auch über das Hamburger Tagesjournal distribuiert. Hier geht es zur Anmeldung für den kostenlosen werktäglichen Newsletter am Morgen.

Das sind die wichtigsten Hamburger Events im März:

Gleichberechtigung – sind wir endlich am Ziel?

Bucerius Law School, Donnerstag, 02.03.2017, 19 Uhr

Podiumsdiskussion: Die Gleichberechtigung von Mann und Frau löst auch heute noch kontroverse Debatten aus: Feminismus – ein veraltetes Konzept! Gender-Mainstreaming – überflüssig! Frauenquote – nein danke! Wirklich? Frauen aus Medien, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft diskutieren darüber, ob neben der formalen Chancengleichheit auch eine faktische Gleichstellung der Geschlechter erreicht ist. Sie erörtern, ob Emanzipation immer noch ein Thema ist, und fragen, ob und wie sich das Frauenbild im Einwanderungsland Deutschland verändert.

Gäste: u.a. Prof. Dr. Andrea D. Bührmann (Direktorin des Instituts für Diversitätsforschung) und Katharina Fegebank (Zweite Bürgermeisterin und Senatorin der Freien und Hansestadt Hamburg)

Bucerius Law School, Helmut-Schmidt-Auditorium

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Mensch und Technologie – Eine ethisch-philosophische Betrachtung

Die Neue Gesellschaft, Montag, 06.03.2017, 18 Uhr, Kosten: 4 Euro

Vortrag: Gentechnik, Informationstechnologie (IT), Roboter, künstliche Intelligenz – die Entwicklung schreitet scheinbar unaufhaltsam voran. Ist dieser Fortschritt wirklich segensreich oder produziert die Menschheit nur neue „Atombomben“?

Referent: Dr. Joachim Federwisch (Sozialwissenschaftler)

Springeltwiete 1, Zwischengeschoss

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Die Flüchtlingspolitik und die Zukunft der EU

Staatspolitische Gesellschaft, Donnerstag, 09.03.2017, 18 Uhr, Kosten: 5 Euro

Dialog: Die Griechenland-Krise hat es schon angedeutet: Das europäische Haus ist fragil, wenn es ernst wird. Hat man sich hier noch geeinigt, so brechen die nationalen Egoismen in der Flüchtlingskrise gnadenlos auf. Da gelten Verträge nichts mehr und abendländisch-christliche Werte erst recht nicht. Nur noch wenige Regierungschefs versuchen, die europäische Idee hochzuhalten und zu retten, andere Länder nutzen die Chance, um die Fundamente der EU zum Wanken zu bringen. Ein gefährliches Spiel, denn hinterher wird es allen schlechter gehen.

Leitung: Dr. Barbara Lübcke (Referentin der Staatspolitischen Gesellschaft)

Bleicherhaus, Ohlsdorfer Straße 37

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Matinee: Katrin Göring-Eckhardt und Cem Özdemir im Gespräch

Die ZEIT Verlagsgruppe, Sonntag, 12.03.2017, 11 Uhr, Kosten: 12 Euro

Dialog: Vor wenigen Tagen meldete Cem Özdemir via Facebook einen „neuen grünen Mitgliederrekord“, und dennoch wird der Bundestagswahlkampf 2017 kein Spaziergang für seine Partei. Je heller der Stern der SPD wieder leuchtet, umso mehr scheinen sich die Aussichten für Bündnis 90/Die Grünen zu verdüstern. Das von der Basis gewählte Spitzenduo gibt sich trotzdem kämpferisch. Bei der ZEIT MATINEE erläutern Katrin Göring-Eckardt, Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, und Cem Özdemir, Parteivorsitzender, wie sie die Wählerinnen und Wähler bei der Bundestagswahl im September überzeugen wollen.

Gäste: Katrin Göring-Eckardt (Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion) und Cem Özdemir (Parteivorsitzender, Bündnis 90/Die Grünen)

Hamburger Kammerspiele, Hartungstraße 9-11

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Finanzierung urbaner Zukunft: Fallbeispiele Elbphilharmonie, Olympia und HafenCity

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Montag, 13.03.2017, 19 Uhr

Diskussion/Vortrag: Hamburg ist eine lebenswerte und attraktive internationale Metropole. Ziel des Hamburger Senats ist es in der internationalen Handels- und Städteliga mitzuspielen. Dazu gehört auch die Ausrichtung auf eine weitere Internationalisierung. Die Stadtentwicklung wird durch zahlreiche Einflussfaktoren bestimmt. Diskutiert werden soll in dieser Veranstaltungsreihe – anhand einiger Schlüsselthemen – die Frage, welche Perspektiven sich für Hamburgs zukünftige Stadtentwicklung daraus ergeben. Dabei geht es auch um Fehlentwicklungen um soziale sowie globalisierungskritische Sichtweisen und deren Alternativen.

Gäste: u.a. Norbert Hackbusch (Bürgerschaftsabgeordneter Linksfraktion Hamburg)

dock europe e.V., Bodenstedtstraße 16

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Gebundenes Leben: Vom schönen und vom echten Leben

Körber-Stiftung, Mittwoch, 15.03.2017, 19.30 Uhr

Lesung: Leben wir, um zu arbeiten? Nicht nur Philosophen beschäftigt diese Frage. Auch Romanerzählungen porträtieren Menschen und ihre Versuche, die eigene Identität in der Arbeitsgesellschaft zu finden – oder zu wahren. Wie Martin Schlosser, der in Gerhard Henschels „Arbeiterroman” die eigene Rolle hinterfragt. Oder bei Doris Knecht, die in „Wald” davon erzählt, wie eine Modedesignerin nach der Finanzmarktkrise plötzlich alle Statussymbole verliert. Beide Autoren sind zu Gast in der Reihe „Gebundenes Leben”, einer Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg.

Gäste: Gerhard Henschel (deutscher Schriftsteller und Übersetzer) und Doris Knecht (österreichische Journalistin und Schriftstellerin)

Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38

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Erdogan-Land: Die Türkei nach dem Putsch

Staatspolitische Gesellschaft, Donnerstag, 16.03.2017, 18 Uhr

Vortrag/Diskussion: In der zweiteiligen Reihe über die Türkei soll ein Blick auf die Innenpolitik geworfen werden. Nach dem gescheiterten Putschversuch im Sommer 2016 beseitigt Präsident Erdogan mit eiserner Hand und gegen alle Regeln des Rechtsstaates seine echten oder vermuteten Gegner. Journalisten, Juristen, Lehrer, Professoren: Keine Gruppe bleibt verschont. Es soll analysiert werden, welchen Weg die Türkei beschreitet und was dies für Wachstum und die innere Stabilität dieses NATO-Partners bedeutet.

Leitung: Dr. Barbara Lübcke (Referentin der Staatspolitischen Gesellschaft)

Bleicherhaus, Ohlsdorfer Straße 37

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Gesellschaft der Abstiegsangst oder der Chancen?

ZEIT-Stiftung, Dienstag, 21.03.2017, 20 Uhr

Diskussion: Die Möglichkeit des Aufstiegs gehörte zu den zentralen Versprechen der „alten” Bundesrepublik – und meist wurde es eingelöst: Mehr Kinder als je zuvor besuchten höhere Schulen und studierten, sie hatten es damit „besser als ihre Eltern”. Mittlerweile ist die Fahrstuhl-ähnliche Mechanik stecken geblieben. Status und Sicherheit sind keineswegs für alle da: Das Heer billiger Servicekräfte ohne berufliche Perspektive wächst. Gleichzeitig entstehen neue Formen der Teilhabe. Gibt es also unerwartete Chancen für eine Gesellschaft auf „Augenhöhe”?

Gäste: u.a. Julia Friedrichs (Journalistin und Autorin) und Oliver Nachtwey (Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaftler)

Bucerius Kunst Forum, Rathausmarkt 2

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Verleihung des Helga-Stödter-Preises 2017

Handelskammer Hamburg, Montag, 27.03.2017, 18 Uhr

Preisverleihung: Die Handelskammer Hamburg und die Helga-Stödter-Stiftung setzen ein Zeichen für mehr Frauen in Führungspositionen. Mit dem bundesweit einzigartigen „Helga-Stödter-Preis der Handelskammer Hamburg” würdigen beide Institutionen Hamburger Unternehmen, die sich vorbildlich und nachhaltig für ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen einsetzen. Damit sollen andere Unternehmen motiviert werden, sich ebenfalls für Mixed Leadership stark zu machen. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung werden je ein kleines/mittleres und ein großes Unternehmen für ihr Engagement ausgezeichnet.

Gäste: u.a. Fritz Horst Melsheimer (Präses der Handelskammer Hamburg) und Henriette Rebhan (Vorsitzende des Vorstands der Helga-Stödter-Stiftung)

Albert-Schäfer-Saal, Adolphsplatz 1

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Gesellschaft des Auseinanderbrechens oder des Zusammenhalts?

ZEIT-Stiftung, Dienstag, 28.03.2017, 20 Uhr

Diskussion: Sozialer Ausgleich, möglichst gerecht verteilte Belastungen – mit diesen Zielen wird zwar noch Wahlkampf gemacht. Aber immer weniger Menschen glauben daran, dass sie Wirklichkeit werden könnten: Die Stichworte Wohnen, Rente und Einkommen machen es deutlich. Städtischer Wohnraum wird immer teurer. Selbst mittlere Einkommen sichern nur noch kleine Renten, jüngere Generationen müssen immer mehr für die Alten zahlen. Und die Einkommens- und Vermögensschere öffnet sich weiter. Muss sich damit abgefunden werden? Wo entsteht Solidarität, wie ließe sich die Schere schließen?

Gäste: u.a. Franz Müntefering (ehemaliger Bundesminister und SPD-Vorsitzender) und Birgit Müller (Chefredakteurin des solidarischen Szenemagazins „Hinz & Kunzt“)

Bucerius Kunst Forum, Rathausmarkt 2

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Frankreich vor der Wahl

Körber-Stiftung, Dienstag, 28.03.2017, 19 Uhr

Diskussion: Es ist der vielleicht wichtigste Urnengang der Franzosen seit Jahrzehnten. In zwei Wahlgängen am 23. April und 7. Mai 2017 stimmen sie über einen neuen Präsidenten ab. Die Kandidatin des Front National Marine Le Pen verspricht bei einem Sieg nichts weniger als den Austritt Frankreichs aus dem Schengen-Raum, der Eurozone und den Kommandostrukturen der NATO. Trifft sie damit die Wünsche der Mehrheit? Welchen Weg schlagen andere Bewerber vor: François Fillon für die Konservativen, Emmanuel Macron für sozialliberale Positionen, Benoît Hamon für die sozialistische Partei oder Jean-Luc Mélenchon für die Linke? Wie ist die politische Stimmung in Frankreich einen Monat vor der Wahl? Und auf welche Politik müssen sich Frankreichs europäische Partner, allen voran Deutschland, einstellen?

Gäste: u.a. Michaela Wiegel (Korrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Paris) und Thomas Wieder (Korrespondent von Le Monde in Berlin)

KörberForum – Kehrwieder 12

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Themensalon: Neue Lebensarbeitszeit

Körber-Stiftung, Donnerstag, 30.03.2017, 18 Uhr

Gespräch: Charakteristisch für unsere Gegenwartsgesellschaft sind das Erleben von Beschleunigung und das Gefühl des Getriebenseins – und zwar trotz statistisch betrachtet zunehmender Lebenszeit. Zeitstress ist nicht nur, aber vor allem unter Erwerbstätigen weit verbreitet. Warum ist das so? Und warum leiden Frauen, die im Durchschnitt länger leben als Männer, oftmals ganz besonders unter Zeitstress? Die Vorstellung einer empirisch ermittelten Typologie des Zeiterlebens, Zeitdenkens und Zeithandelns Erwerbstätiger rundet den Impulsvortrag von Prof. Dr. Nadine Schöneck-Voß, Soziologin und Zeitforscherin ab und regt an, über den Umgang mit der Ressource Zeit nachzudenken. Sie sind eingeladen, bei einem Glas Wein zu diskutieren und Gedanken auszutauschen.

Gast: Nadine Schöneck-Voß (Professorin für Soziologie und Empirische Sozialforschung an der Hochschule Niederrhein)

Haus im Park, Gräpelweg 8

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