Zu Besuch bei der me Convention 2017

14.09.2017

5 Gründe, warum Deutschland vermutlich auf genau diese Messe gewartet hat

Morgen startet die me Convention in Frankfurt. South by Southwest und Mercedes-Benz organisieren die Konferenz auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt. Vom 15. bis 17. September 2017 geht es hier vor allem um eins: Die Zukunft und wie wir sie gemeinsam gestalten können. Doch braucht die deutsche Kreativ-, Digital- und Marketingbranche nach den Online Marketing Rockstars und der Dmexco wirklich noch eine weitere Messe? Wir liefern fünf Gründe, warum genau diese Konferenz in Deutschland noch gefehlt haben könnte.

1. Gute Inhalte: Themen, die uns alle bewegen

„Create the new” lautet das Motto der me Convention. Davon abgeleitet stehen an diesem Wochenende die Themen New Creation, New Urbanity, New Leadership, New Realities und New Velocity im Mittelpunkt. Hinter diesen knackigen Begriffen verbergen sich die großen Themen, die essentiell für die Gestaltung unserer Zukunft sind. Es geht um neue Lebensräume, neue Produktionsmechanismen und innovative Technologien sowie um Unternehmensstrukturen, die dabei helfen sollen, unser Arbeiten flexibler und gleichzeitig effizienter zu machen – und es geht darum, wie sich all das auf unsere Art zu kommunizieren und konsumieren auswirkt. Damit dreht es sich bei der me Convention nicht einfach darum, herauszufinden, was der neueste Shit in der Digitalbranche oder der nächste Marketingtrend ist, sondern um gesellschaftlich relevante Themen, die uns alle angehen. Diesen Anspruch hatte so bisher noch keine deutsche Messe oder Konferenz.

2. Langweilen verboten: Dialog und Austausch statt Präsentation

Mit der me Convention will Mercedes-Benz weg von einem reinen Automobilauftritt mit Ausstellungscharakter hin zu einer inspirierenden Plattform, bei der Dialog und Vernetzung im Vordergrund stehen. Die Teilnehmer werden dazu aufgefordert, sich selbst einzubringen. Raum dafür sollen vor allem die verschiedenen interaktiven Workshops geben, die von Experten angeleitet werden. Workshops wie „Unfuck the economy“ mit Philip Siefer, Mitbegründer der einhorn products, und „The psychology of pitching“ mit Paul Boross dürften spannend werden. Doch auch ungewöhnliche Termine stehen auf dem Programm: Wer schon immer einmal von einem tibetanischen Mönch in die hohe Kunst der Meditation eingeführt werden wollte, hat bei der me Convention die Gelegenheit dazu. Sollte das Ende der Zeit, in der man gelangweilt an Messeständen vorbeiläuft, mit Workshops wie diesen vorbei sein? Zumindest lässt deren Ankündigung darauf hoffen.

3. Namedropping: Internationale Branchenikonen als Top-Speaker

150 Speaker aus fast 30 verschiedenen Ländern sind für das Wochenende geladen – darunter viele, die als Ikonen und gefragte Experten ihrer Branche gelten. Model und Onlineshop-Gründerin Amber Valetta diskutiert über nachhaltige Produktionswege in der Mode. Hans Ulrich Obrist, einer der einflussreichsten Kuratoren unserer Zeit, präsentiert sein aktuelles „Handwriting Project“. Und Astronaut Buzz Aldrin hält eine Keynote über seine Vision von einer Zukunft im Weltall. Weltweit bekannte Speaker wie diese wecken nicht nur das Interesse der Teilnehmer – sollte die me Convention gelingen, tragen sie das positive Image vom Zukunftsstandort Deutschland auch in die Welt zurück.

4. Schönes Ding: Modernes Design setzt neue Standards

Wie sich South by Southwest und Mercedes-Benz das zukünftige Publikum der me Convention vorstellen, kann man ziemlich gut von dem aktuellen „Welcome to me Convention“-Spot ableiten, der seit Mitte August im Netz zu finden ist. Kreative, moderne, extrovertierte und attraktive Menschen in jeder Szene. Mit der Designwelt, die Mercedes-Benz um die me Convention aufgebaut hat, dürften die Chancen gut stehen, dass sie genau diese Menschen auch bekommen – mindestens aber die, die gerne so wären. Hier hat offensichtlich jemand verstanden, dass Messen auch gut aussehen dürfen und zukünftig auch gut aussehen müssen, wenn sie für die jüngeren Generationen der Kreativ- und Marketingbranche attraktiv bleiben wollen. Sollte Mercedes-Benz es geschafft haben, diesen modernen Look auch auf die Konferenz selbst zu übertragen, könnte die me Convention designtechnisch zu einer Messe werden, die international ihresgleichen sucht.

5. Showtime: Business Entertainment par excellence

Wie man Business-Entertainment auf ganz hohem Niveau serviert, zeigen die Online Marketing Rockstars bereits seit ein paar Jahren. Die me Convention macht gefühlt halb Frankfurt an diesem Wochenende zum Erlebnispark für Kreative aus aller Welt. Konzerte mit Beth Ditto und den Beginnern, Filmvorstellungen, kulinarische Events, Partys, Kunstinstallationen – Mercedes-Benz hat für die Convention-Teilnehmer abends mehr geplant als müde Networking-Veranstaltungen. Manch einer wird jetzt sagen, dass eine Messe keine Spaßveranstaltung sein muss, doch so könnte unsere Zukunft dank der me Convention an den kommenden Tagen nicht nur greifbarer, sondern auch gemeinsam gefeiert werden.




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