Native Advertising: Netflix zeigt, wie’s geht

06.11.2015

Reisen bildet. Deshalb begeben wir uns im Netz regelmäßig auf kreative Weltreise.

Mit „Cocainenomics“ zeigt Netflix einmal mehr, wie gut gemachtes Native Advertising aussehen kann. Die multimediale Dokumentation auf der Newssite vom Wall Street Journal bewirbt den Start von „Narcos“, einer Serie über den Drogenbaron Pablo Escobar und das kolumbianische Medellín-Kartell. Nach „TV got better“, „Women Inmates“ und „First Couple“ befeuert der Streamingdienst zum vierten Mal in Folge clever das Interesse für sich und eines seiner neuen Angebote per Native Advertising.

Interaktive Karte: In der Multimedia-Dokumentation bewegen sich die Flugzeuge und zeigen, wohin die Reise der Drogen geht.

Dabei verfolgt Netflix stets die Strategie „Content is King“. So werden Themen mit hohem journalistischen Anspruch aufbereitet und könnten sich in jeder Redaktionskonferenz durchsetzen. Auch das neueste Stück „Cocainenomics“ zeichnet sich durch fundiert recherchierte Hintergründe, interaktive Elemente sowie dokumentarische Kurzfilme aus. Es liefert den Lesern also einen Mehrwert – eben so wie guter Journalismus auch. Eine weitere Zutat des Erfolgsrezepts ist Innovation. Indem Text und multimediale Elemente sinnvoll miteinander kombiniert werden, schöpft Netflix die Möglichkeiten des digitalen Storytellings voll aus. Obwohl als Absender kenntlich gemacht, spielt die Marke in den Texten, Filmen und Grafiken keine Rolle.

Netflix ist als Absender deutlich gekennzeichnet, taucht im Content aber nicht weiter auf.

Ricarda Twellmann

beschäftigt sich im Content-Center mit dem digitalen Medienwandel und kanalübergreifenden Format-Fragen.




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