Storytelling vs. Virtual-Reality-Kommunikation

19.12.2017

Wie verändert sich Storytelling in virtuellen Realitäten?

Eine spannende Frage, insbesondere in einer Zeit, in der Content Marketing auf zunehmend performante VR-Lösungen trifft. Diese drei wesentlichen Dinge gilt es, dabei zu beachten.

1. Es geht nicht um Stories, sondern um Experience

Die derzeitige content-getriebene Kommunikation im Netz ist geprägt von echten Geschichten. Es geht um authentische Protagonisten, mit deren Hilfe Marken und Unternehmen sich selbst und ihre Produkte aufladen wollen. Die Story ist dabei Dreh- und Angelpunkt, Anschlussmoment für die Aufmerksamkeit des Users.

Übertragen auf virtuelle Realitäten wird schnell deutlich, dass es hier nicht einfach um das Inszenieren einer Geschichte geht. Vielmehr muss in erster Linie ein formaler Rahmen geschaffen werden, der ein virtuelles Erlebnis (Experience) ermöglicht, das interaktiv ist – und möglicherweise sogar einer nicht linearen Struktur folgt.

2. Es geht nicht um Storytelling, sondern um Story Creation.

Dieser formale Rahmen (Experience Framework) verändert gleichzeitig die Art, wie Inhalte in virtuellen Welten vermittelt werden. Will man ein wirklich nachhaltiges Erlebnis schaffen, müssen User ihre eigene Geschichte kreieren können, eine eigene Storyline. Aktive Story Creation ermöglicht die intensivsten Marken- und Produkterlebnisse und wird in den kommenden Jahren massiv an Bedeutung gewinnen.

3. Es geht nicht um Reach, sondern um Depth

Beim aktuellen Content Marketing geht es in der Regel um Reichweiten jeglicher Art. In virtuellen Welten aber werden sie maximal eine untergeordnete Rolle spielen. Natürlich werden Anbieter virtueller Welten auch möglichst viele User anziehen wollen. Der wirklich ausschlaggebende KPI wird allerdings die thematische Tiefe (Depth) sein. Denn genau dieses vertiefte Erlebnis rund um ein Thema oder ein Produkt ist es, was VR-Kommunikation so einzigartig macht. Das aktive, möglichst ausgiebige Agieren in Virtualitäten wird zur entscheidenden Kenngröße.

Noch steckt VR-Kommunikation in den Kinderschuhen und VR-Exponate sind mehr technische Spielerei. Ihr volles Potenzial wird VR-Kommunikation entfalten, sobald die erforderliche Hardware ausreichend intuitiv und performant ist und sobald sich ein natives VR-Ökosystem etabliert hat (Vgl. Facebook & Oculus Rift) und es endlich heißt: Welcome to reality.

Christoph Käthe

Der Bewegtbild-Experte unseres Berliner Standorts konzipiert intelligenten Content mithilfe spannender neuer Technologien wie VR/AR und entwickelt YouTube-Formate für Marken .




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