SXSW-Recap: Fünf Hypes, die unsere Kommunikation inspirieren

08.04.2016

Katrin und Nora ließen sich eine Woche auf der South by Southwest treiben.

Die SXSW ist das größte Festival der Digitalbranche, zu der in Texas tausende Trendsetter aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur zusammenkommen. Hier schlägt der Puls der Innovation. Wo, wenn nicht hier, bekommt man den besten Einblick in die nächsten Hypes und Trends? Nora und Katrin von Fork Unstable Media waren vor Ort und fassen in einem Recap zusammen, welche Eindrücke sie noch immer beschäftigen.

#1 360 Degree VR Storytelling

Den sicherlich nachhaltigsten Eindruck haben die Entwicklungen der Augmented Reality Cases und Applikationen hinterlassen. Nicht nur die Vielzahl an Vorträgen, sondern auch die schiere Masse an Anwendungen, die in der Stadt, den Studios und großen Firmen erlebbar waren, beeindruckte. Augmented Reality Anwendungen existieren im Grunde schon lange. Die Qualität der präsentierten Anwendungen hat sich allerdings drastisch verbessert und ihren Mehrwert deutlich gesteigert. So ermöglichen VR Installationen und Videos eine ganz neue Art des Storytellings: Es geht nicht mehr darum, Inhalte zu konsumieren. Der Nutzer kann sich selbst durch die virtuelle Geschichte bewegen und Inhalte hautnah erleben. Augmented Reality intensiviert das Nutzererlebnis mit einer Marke oder einem Produkt daher ungemein. Laut NYtimes umfasst die durchschnittliche Engagement-Zeit mit einem Nutzer über ein VR Video acht Minuten. Was für ein Potenzial für alle Bereiche der Kommunikation sowie des eLearnings.

#2 Brand und Design Experience / Human Centered Design

Marken- und Produkterlebnisse radikal vom Nutzer aus gedacht – so sieht die Zukunft aus. Die Gestaltung digitaler Services und Produkte muss Hand-in-Hand mit den Berührungspunkten in der realen Welt gehen. Ein einfacher Gedanke, der jedoch schwierig stringent umzusetzen ist, wenn nicht alle Touchpoints im Einflussbereich liegen, sagte Katie Dill, Head ​of Experience Design​ von Airbnb. PBS-Director of Creative Technology Miguel Montanez und der Emmy-nominierte Jibo-Kreativ Direktor Dave Schlafman betonten in ihrer Präsentation zum Thema “From Cartoons to Apps: UI Animation in 2450!, dass Marken und Produkte einen eigenen Charakter haben. Darüber sollte man sich stärker bewusst werden und diese auch in der Interaktion mit dem Nutzer hervorheben. Denn nur über den Charakter lassen sich echte emotionale Reaktionen des Nutzers hervorzaubern. Hierbei wird das Prinzip des „Delightment“ und der positiven Überraschung viel zu sehr unterschätzt. Ein Potenzial, das wir nicht ungenutzt lassen sollten.    

#3 AI - Artificial Intelligence

Extrem spannend ist auch die Entwicklung von Androiden und Robots. Denn sie agieren immer menschlicher und intelligenter. So wird in Zukunft die Häufigkeit einer Mensch-Computer-Kommunikation enorm steigen. Diese Entwicklung bedingt, dass Maschinen viele Services ersetzen. Heißt: Teilleistungen oder gar ganze Prozesse erfolgen maschinell. Deshalb ist es wichtig, das Menschliche in der Interaktion stärker zu integrieren. Doch was macht uns eigentlich menschlich? In einer Interaktion zwischen Mensch und Mensch überprüft man alle 500 Millisekunden sein Gegenüber auf eine Reaktion. Die auf der SXSW gezeigten Mini-Robots ahmen dieses Verhalten bereits nach. Und: Man erhält tatsächlich den Eindruck, von den Robotern erkannt und fokussiert zu werden.

#4 Prototypen

Immer wenn UX Hypothesen aufgestellt werden, kommt die Sprache auf das Design von Prototypen. Dieser Trend setzt sich weiter fort. Es gibt bereits eine Vielzahl an Tools, um Prototypen zu gestalten. Doch wie sucht man das Beste heraus? Wichtig ist es, ein klares Ziel vor Augen zu haben. Denn ein Prototyp ist nicht dafür gedacht, eine Website, einen Online-Shop oder eine App vollkommen abzubilden. Er soll Hypothesen und Ansätze auf den Prüfstand stellen.  

#5 Big Data

Wie kann man aus Datenmassen für einzelne Individuen einen Mehrwert generieren? Die Beantwortung dieser Frage birgt noch immer viele Fallstricke. Unter anderem, wenn Daten falsch eingesetzt werden und sich User der Nutzung ihrer Daten nicht bis ins Detail bewusst sind. Oder, wenn die Beurteilung von Trends und Prognosen auf Basis vergangener Daten getroffen werden. Die Einsatzmöglichkeiten von Big Data Analysen sind groß und vielfältig. Von Health Business über Sport, Politik und Musik bis hin zu Marketing und Gesellschaft. In fast jedem Wirtschaftszweig können wir über die Analyse vergangener Informationen mehr über uns und das, was in der Zukunft kommt lernen. Dieser Trend hält weiterhin an und wird noch spannende Themen parat halten.  




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