Gipfeltreffen der digitalen Revolutionärinnen

12.05.2017

Bei der Influencer-Konferenz The Hive 2017 waren einige starke Frauen zu Gast.

„Build your empire“ – unter diesem Motto trafen sich rund 150 digitale Storyteller und Influencer zur fünften The Hive-Konferenz am 6. und 7. Mai im Berliner Hilton Hotel. Gründerin und Gastgeberin Yvonne Dewerne versammelte in diesem Jahr gemeinsam mit fischerAppelt eine vor allem weibliche Digitalszene, die meinungsstark über Zukunftstrends und -themen, genau wie die Chancen und Risiken der Digitalisierung diskutierte. Bei den unterschiedlichen Projekten der Teilnehmerinnen wurde ein gemeinsamer Nenner schnell deutlich: Geballte Frauenpower erobert das Netz. Drei der digitalen Revolutionärinnen und ihr „Empire“ stellen wir vor.

Katarzyna Mol-Wolf von EMOTION: Die Aktion #wasfrauenfordern für mehr Gleichberechtigung von Frauen in der Gesellschaft

Von Teilzeitmodellen für Mütter über Initiativen wie Pro Quote bis hin zu den unterschiedlichsten Lebensentwürfen: Es gibt jede Menge neuer Chancen und Möglichkeiten für Frauen. Doch bekanntermaßen bringt das Übermaß an Auswahl auch die Frage mit sich: „Was will ich wirklich?“. Daneben, so Katarzyna Mol-Wolf in ihrem Vortrag bei The Hive, seien Frauen in vielen Gesellschaftsbereichen noch immer nicht mit Männern gleichauf.

Ein weiterer Aspekt mit Verbesserungspotenzial – gerade im Beruf: die Wertschätzung von Frauen untereinander. Die EMOTION-Chefredakteurin findet, dass es auch vor dem Hintergrund neuer feministischer Medienbewegungen wie EDITION F an der Zeit ist, dass Frauen ihre Bedingungen zu einer gleichberechtigten Gesellschaft klar auf den Punkt bringen. Mit Franziska von Lewinski, Digital-Expertin und Vorstand bei fischerAppelt, hat sie deshalb die Aktion #wasfrauenfordern entwickelt. Diese lädt Frauen, aber auch Männer, dazu ein, auf der Kampagnen-Website ein Video mit ihren Forderungen an Gesellschaft, Wirtschaft und Politik für mehr Gleichberechtigung zu posten.

Eine Online-Umfrage soll Frauen darüber hinaus ermöglichen, ihre Meinung zur aktuellen Situation zu äußern. Die Ergebnisse werden direkt nach der Bundestagswahl an die neue Regierung übergeben. Auch Katarzyna Mol-Wolf hat dort ein Video hochgeladen: Sie wünscht sich, dass Frauen sich gegenseitig mehr stärken und ihre unterschiedlichen Lebensmodelle akzeptieren. Sie selbst geht dafür mit bestem Beispiel voran.

Verena Bahlsen von HERMANN’S: Das Food-System neu denken

Was ist HERMANN’S eigentlich genau? Diese Frage wird Verena Bahlsen am häufigsten gestellt. Ihre Antwort: ein internationales Netzwerk für Food-Innovation, das Verbraucher, Vordenker und Industrie zusammenbringt, um gemeinsam die Herausforderungen des Nahrungssystems anzugehen. Mit diesem Ansatz, alle an einen Tisch zu bringen, ist HERMANN’S ein Novum in der Food-Branche. So bietet das Netzwerk nicht nur die Möglichkeit neue Ideen und Wünsche auszutauschen, sondern auch Produkte zu entwickeln, diese zu präsentieren oder passende Partner für neue Projekte zu finden.

Nach dem Start ihrer Online-Plattform ist auch die Eröffnung des Restaurant- und Event-Space HERMANN’S Berlin im Juli geplant. Mit diesem neuen Organisationsmodell möchte das Tochterunternehmen der Bahlsen-Gruppe mit Offenheit, Transparenz und der Lust am Experimentieren für eine gesündere und nachhaltigere Ernährung arbeiten, die auch nachfolgenden Generationen zugute kommt.

Was Verena Bahlsen antreibt, liegt nicht zuletzt in ihrer Herkunft begründet. Schon ihr Urgroßvater Hermann Bahlsen, Namensgeber ihres Netzwerks, reiste als visionärer Kaufmann um die Welt, um neue Potenziale und Ideen zu entdecken, die er im Lebensmittelbereich umsetzte. Sein Lebensmotto „Findig im Finden“ zu sein, hebt die Jungunternehmerin nun als vierte Generation des Traditionsunternehmens gemeinsam mit ihren Co-Gründern Laura Jaspers und Stefan Telegdy aufs nächste Level.

Cloudy Zakrocki von Refinery29: Mit neuem Storytelling zu mehr Reichweite

„Wir erzählen Frauenthemen mit neuem Twist“ – so beschreibt Chefredakteurin Cloudy Zakrocki im The Hive-Talk Gastgeberin Yvonne Dewerne und den sichtbar faszinierten Bloggerinnen das Erfolgsrezept des Lifestyle-Onlinemagazins Refinery29. Seit Mitte vergangenen Jahres gibt es den deutschen Ableger des US-Erfolgsportals, das 2005 vom Kölner Unternehmer Philippe von Borries in New York gegründet wurde und nach eigenen Angaben inzwischen etwa 25 Millionen Leser und 175 Millionen Nutzer habe.

Ganz so weit ist das deutsche Pendant noch nicht, aber ein Blick auf Website und Social-Media-Kanäle offenbart, was Leserinnen zwischen 18 und 34 Jahren daran anziehend finden: Den klassischen Frauenzeitschriften-Mix aus Mode, Beauty, Food oder Sexthemen kombiniert das Onlinemagazin mit einem ungewöhnlichen bis witzigen Dreh. Statt des üblichen Psychotests fragt Refinery29 die Leserinnen, was ihr Lieblings-Emoji über die Persönlichkeit aussagt, oder zeigt zehn fair produzierte Bademoden-Trends statt der typischen Modestrecke.

Neben diesem außergewöhnlichen Themenmix verfolgt Refinery29 aber auch einen frauenpolitischen Ansatz, so setzt sich das Onlinemagazin aktiv für ein positiveres Körperbewusstsein von Frauen ein, wie Cloudy Zakrocki deutlich machte. Ein Beitrag über den viel diskutierten Dokumentarfilm „Embrace“, den Schauspielerin Nora Tschirner mitproduzierte, ist nur ein aktuelles Beispiel dafür. Wir dürfen gespannt sein, welche gesellschaftliche Revolution dieser als Nächstes auslöst.

Melanie Heym

ist überzeugt: Marken sind die neuen Medien. Unternehmen sollten die Chancen des digitalen Storytellings bestmöglich für sich nutzen. Bei fischerAppelt beschäftigt sich die Redakteurin mit Lifestyle-Marken, neuen Medienformaten und digitaler Innovation.

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