Wie AR das Content-Publishing revolutioniert

21.07.2017

Ein Blick in die Zukunft und auf die Möglichkeiten von Augmented Reality

Willkommen in einem neuen Zeitalter! In einem Zeitalter, in dem die Grenzen zwischen digitaler und realer Welt verschmelzen und verschwinden. Einem Zeitalter, in dem eine Wohnung nicht länger einfach nur eine Wohnung und ein Boulevard in Barcelona nicht länger nur ein Boulevard ist. Sondern Teil der größten Content-Publishing-Plattform der Welt: der Realität. Welcome to reality.

Next level Content-Marketing dank Augmented Reality

Während sich Diskussionen um Augmented Reality häufig noch auf rein technische Möglichkeiten beschränken, bleibt das eigentliche Potenzial häufig außen vor. Denn erst, wenn Augmented Technologie gezielt mit bereits bestehenden Daten-, Tracking- und Targeting-Möglichkeiten der digitalen Welt verknüpft wird, entsteht ein mächtiges Instrument, das das Content-Marketing, wie man es bis dato kennt, auf ein völlig neues Niveau heben wird.

Hierfür ist es entscheidend, frühzeitig den Austausch mit Big Playern wie Facebook und Google zu suchen. Player, die bereits über massive Informationen von Usern verfügen und schon heute für hochgradig detailliertes Targeting einsetzen.

Denn je mehr und besser die Interessen, Ortungen und Momente operationalisiert werden, desto innovativere Augmented-Reality-Angebote können Content-seitig kreiert werden. Und umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass AR auch wertschöpfungsrelevant werden kann.

3 Beispiele für AR-Content-Publishing

1. Sales treiben mit Augmented Reality

Das gezielte Triggern verkaufsfördernder Inhalte via AR wird möglich, wenn man AR-Technik mit der Intelligenz digitaler Netzwerke wie Facebook und Google koppelt.

Warum nicht bspw. einem bekennenden Jeans-Liebhaber und Hamburg-Touristen beim Bummeln durch die Stadt gezielt an relevanten Point-of-Sales via AR-Inhalte aufspielen, die ihn darauf hinweisen, dass im Geschäft zu seiner rechten gerade seine Lieblingsmarke zum halben Preis erhältlich ist?

Hierfür ist es wichtig, das „Wer“, „Wo“ und „Wann“ zu kennen, um gezielt solche speziellen Momente, Micro-Moments, herbeizuführen.

2. Brand Interaction mit Augmented Reality

Ein anderes Beispiel ist das Verbinden von AR mit Wearable Gadgets wie beispielsweise FitBit. Warum nicht als Sportartikelhersteller einem vernetzten Sportler einen auf ihn angepassten AR-Parcour projizieren, bei dem er in bester Jump’n’Run-Manier Aufgaben, Sprints u. Ä. absolvieren muss – maßgeschneidert auf seinen Trainingsstand? Eine völlig neue Intensität der Markennähe, ermöglicht durch AR-Content.

3. Augmented basierte Services

AR ermöglicht aber auch das gezielte Kreieren Content-basierter Services, die einen echten Beitrag zur Wertschöpfung einer Marke leisten können. So ist beispielsweise das Erweitern des After-Sales-Bereichs eines Motorrad-Herstellers um ein AR-Kit, das den Kunden bei einfachen Reparaturen unterstützt, denkbar.

Eine Kannibalisierung des klassischen Service-Geschäfts ist hierbei nicht zu befürchten. Im Gegenteil, da diese Reparaturen schon heute Alltag für viele Biker sind und man sich derzeit eben mit YouTube-Videos o.Ä. behilft. AR-getriebene Services können so eher die Ausweitung der Wertschöpfungskette ermöglichen.

Generell sind AR-basierte Trainingsformate ein sehr zukunftsträchtiges Feld, wie auch das aktuelle Beispiel der Marke Mercedes-Benz und dessen AR-Schulungsformat AKUBIS zeigt.

Fazit

Sicherlich sind die skizzierten Beispiele derzeit noch Zukunftsmusik und hängen stark davon ab, wie schnell sich die AR-Technologie in den kommenden Monaten und Jahren entwickelt. Insbesondere performante AR-Brillen und -Endgeräte sind hierbei erforderlich.  

Dass diese oder ähnliche Dinge aber kommen werden, steht außer Frage, weshalb schon heute gezielt Gespräche mit möglichen Partnern geführt und erste Schritte in Richtung AR-Infrastruktur gemacht werden sollten. Eine technische Reife ist in den nächsten zwei bis fünf Jahren zu erwarten.

Dann endlich wird die Welt zur sprichwörtlichen Bühne, die wir nach Belieben mit Inhalten bespielen und erweitern können.

Christoph Käthe

Der Bewegtbild-Experte unseres Berliner Standorts konzipiert intelligenten Content mithilfe spannender neuer Technologien wie VR/AR und entwickelt YouTube-Formate für Marken .




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