YouTube: Wie nutzen Unternehmen den Trend?

24.07.2017

Regina berichtet in der #Bloginvasion über den Einsatz der Plattform als PR-Tool

2005 ahnte noch niemand, schon gar nicht Unternehmen, welche Chancen sich hinter YouTube verbergen. Heute ist die Videoplattform nicht mehr wegzudenken: YouTube wird von rund 1,5 Milliarden registrierten Nutzern pro Monat besucht. Auch für die Public Relations wird YouTube immer interessanter. Laut Trendmonitor 2015 erkannten bereits 58 Prozent der Unternehmen die wachsende Bedeutung der Plattform für die Kommunikationsbranche. YouTube wird bislang jedoch im Vergleich zu anderen sozialen Medien immer noch selten für die externe Kommunikation genutzt.

YouTube für Unternehmen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen YouTube-Kanal richtig zu nutzen. Etwa, um das Unternehmen vorzustellen und einen Blick hinter die Kulissen zu geben. Dabei geht es in erster Linie nicht darum, allein seine Produkte zu bewerben. Das Ziel sollte sein, den Nutzern durch den Video-Content einen Mehrwert zu liefern. Was interessiert meine Zielgruppe, womit beschäftigt sie sich, welche Art von Videos schaut sie sich an? – All diese Fragen sollten sich Unternehmen stellen.

Mit eigenem Content können dann die Bedürfnisse der Zuschauer abgedeckt werden. Ein sehr positives Beispiel dafür ist der YouTube-Kanal von L’ORÉAL PARiS Deutschland. Makeup-Tutorials bieten den Zuschauern einen konkreten Nutzen und geben „so ganz nebenbei“ Anreiz für die eigenen Produkte. Auch Søstrene Grene bietet durch „Do it yourself“-Videos und Dekorations-Tipps einen Mehrwert für die Zuschauer. Und sogar Fußballvereine wie Schalke nutzen YouTube, um so unter anderem Nähe zu den Spielern aufzubauen.

Hinter jedem Video steckt ein Aufwand, jedoch auch eine Chance auf Interaktion mit der Zielgruppe. Das Feedback der Zuschauer gibt es gratis. Überhaupt ist YouTube eine Plattform, um kreativ zu werden. Auch Unternehmen dürfen sich hier austoben – am besten im Rahmen eines gut durchdachten Konzepts. Idealerweise wird der YouTube-Kanal natürlich in die bisherige Social-Media-Strategie eingebunden und mit allen anderen Unternehmens-Kanälen vernetzt.

YouTube und Influencer Marketing

Youtuber als Influencer für sich zu nutzen, ist in der PR hingegen stärker verbreitet, als einen eigenen Kanal zu betreiben. Die Community eines YouTubers folgt häufig ähnlichen Interessen. Für Unternehmen kann es aus diesem Grund sehr sinnvoll sein, mit YouTubern zu kooperieren. Nur auf große Reichweite zu gehen, ist dabei meist wenig effektiv. Stattdessen sollte gezielt nach YouTubern gesucht werden, die Content produzieren, der zu dem Unternehmen und dessen Image passt. Influencer Marketing lässt sich zudem wunderbar mit dem eigenen Kanal kombinieren. Andere YouTuber zum Videodreh für die eigenen Videos einzuladen, kann Aufmerksamkeit auf den Unternehmens-Kanal lenken.

YouTube wird für die PR immer wichtiger. Die zweitgrößte Suchmaschine der Welt mit ständig wachsenden Nutzerzahlen einfach zu ignorieren, scheint in Zeiten der Digitalisierung nicht sonderlich klug. Zeit, dass sich mehr Unternehmen trauen, eigenen Video-Content zu produzieren. Ob ein eigener Kanal oder Kooperationen mit YouTubern – die Plattform bietet großes Potenzial für eine authentischere Kommunikation und Interaktion mit der Zielgruppe. Es schadet definitiv nicht, den Werkzeugkasten der Public Relations um YouTube zu erweitern.

#Bloginvasion

Dieser Post ist Teil der #Bloginvasion, einer Aktion des PRSH e.V. (Public Relations Studierende Hannover), bei der jede Woche ein Autor einen Beitrag auf einem Agentur-Blog veröffentlicht. Die Serie steht unter dem Motto „Digital Trends“, wird aber von jedem Autor mit einem individuellen Thema präzisiert. Für fischerAppelt schrieb Regina Kirchmeier über YouTube und die Chancen für Unternehmen. Infos zu den weiteren Blogs, auf denen die PRSH-Autoren schreiben, gibt es auf dem Twitter-Account @PR-Studenten oder auf www.prsh.de.




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