Deutschland findet euch

seit 2010

Wie eine Initiative facebook und klassische Medien nutzt, um vermisste Kinder wiederzufinden.

Vor dem Abschiedsspiel für Franz Beckenbauer stand Marc van Bommel im Stadion und weinte. Kurz zuvor hatte der damalige Kapitän des FC Bayern Münchens mit seiner Mannschaft den Rasen betreten. Während die anderen Spieler wie gewohnt in Begleitung eines Nachwuchsfußballers einliefen, blieb der Platz neben van Bommel leer. Stattdessen trug er das Bild der vermissten Debbie, die 1994 spurlos verschwand. Die Aktion war geplant, die Tränen des Kapitäns das Zufallsergennis eines emotionalen Moments.

Tagesschau, FAZ und BILD sowie zahlreiche andere Medien fingen das Bild ein und verbreiteten so die Botschaft der »Initiative Vermisste Kinder«: Debbie ist keine Ausnahme – die Suche nach ihr und anderen Kindern ist eine Aufgabe für uns alle. Vor diesem Hintergrund startete die Initiative 2010 ihre medienübergreifende Kampagne »Deutschland findet euch«. Kern der Kampagne war eine Community-Seite auf Facebook, diese Plattform bekannt zu machen stand im Mittelpunkt der Kommunikation. Die Idee wurde gemeinsam von kempertrautmann und fischerAppelt entwickelt und errang national und international Preise, unter anderem mehrere Löwen in Cannes.

Die Idee

100.000 Kinder, werden in Deutschland jährlich als vermisst gemeldet. Ziel war deshalb, Menschen in ganz Deutschland an der Suche zu beteiligen. Die Kampagne setzte dabei auf die Kraft des größten Netzwerks der Welt: Facebook. Auf diese Weise werden die Menschen aktiv und emotional in die Suche einbezogen.

Der Weg

Die Facebook-Seite ermöglicht den Austausch des Suchtrupps. Zahlreiche Maßnahmen steigerten die Bekanntheit der Plattform. Bereits in der ersten Woche gewann die Seite 30.000 Fans. Die dazugehörige App schaffte es mit über 60.000 Downloads in die Top 5 bei itunes. Ein Kind konnte über die Seite bereits wiedergefunden werden.

Awards

  • 21 Awards z.B. mehrere Löwen in Cannes



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