Nicht lang schnacken: Comdirect

17.02.2020

Darum geht's in unserer 14. Podcast-Folge „Monsters of Content Marketing”

Als sich die Comdirect im ersten Halbjahr 2018 damit befasste, ob man nicht auch Podcasts anbieten sollte, stellten sich den Quickbornern die Frage, „ob es nicht schon zu spät ist“ für einen neuen Podcast, erinnert sich Dennis Pagel vom Kommunikations-Team der Direktbank. Der Audio-Trend war schon voll in Gange. Doch es war noch nicht zu spät: Die Comdirect lag vom Timing her genau richtig und schickte im Herbst 2018 mit „Schwungmasse“ und „Com On“ zwei Podcasts in Rennen, die heute auf 20.000 bzw 25.000  Abonnenten kommen und jeden Monat 10.000 und mehr Downloads generieren. Auch bei Fachleuten kommen die Formate an, es gab PR- und Marketing-Preise. Die Comdirect ist eine der deutschen Top-Adressen, wenn es um Corporate Podcasts geht.

Das Erfolgsgeheimnis lässt sich in zwei Worte zusammenfassen: Hands on!

Wir wollten nicht mit Power Point Präsentationen anfangen und sieben Runden durch den Vorstand machen.

Dennis Pagel, Comdirect

Beispiel „Schwungmasse“, ein Podcast, der eingebettet ist in den Content Hub „Finanzheldinnen“. Wie der Titel unschwer erkennen lässt, geht es um Frauen und Geldanlage – zwei immer noch häufig unvereinbare Universen. Um den Content Hub um einen Podcast zu erweitern, hätten sich zwei Kolleginnen hingesetzt, Konzept und Namen entwickelt, eine Testaufnahme gemacht und diese in kleinem Kreis herumgeschickt. Einhelliges Urteil: „Dafür braucht man sich nicht zu schämen.“ Beim Börsentalk „Com On“ wiederum unterhält sich Comdirect-Börsenstratege Andreas Lipkow mit Marcus Weingran vom Finanzportel Onvista über heiße Aktien und Börsenthemen. „Damit beschäftigen sie sich sowieso den ganzen Tag, einmal in der Woche dann halt im Podcast.“

Die Ratschläge der Experten

Was raten die Comdirect-Experten angehenden Podcastern?

Man muss das Format selber mögen, es selbst hören wollen.

Dennis Pagel, Comdirect

Es sollte unterhaltsam sein, die Zielgruppe bekannt sein. Die Annahme, man könne mit Podcasts Leads generieren, hält der Comdirect-Mann dennoch für „schwierig“.  Auf jeden Fall sollten Podcasts keine Testballons sein, sondern man müsse sich von vornherein darauf einstellen, das mindestens übers Jahr hinweg zu machen. „Im besten Fall wöchentlich“, mein Pagel, denn die Algorithmen der Streaming-Plattformen bevorzugen regelmäßige Veröffentlichungen, die auch den Hörer an den Podcast binden. Siragusano meint, „ein Dreivierteljahr für ein Konzept zu opfern, bringt gar nichts“.

Die Comdirect-Talks seien nicht vorgescriptet, betont die Kommunikationschefin, Fragen ergäben sich aus dem Gespräch heraus. Die Produktion sei effizient, es gebe kein großes Studio. Kurzum: Podcasts sind bei Comdirect „absolut budgetschonend“, wie sich die Kommunikationschefin freut.  Obwohl die beiden Podcasts wöchentlich laufen, ist der zeitliche Aufwand daher laut Siragusano überschaubar: Bei „Schwungmasse“ insgesamt etwa 4 bis 5 Stunden, bei „Com On“ Aufnahmezeit plus eine Stunde schneiden. So wenig Zeit wurde selten in Preisgekröntes gesteckt.

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