The Trojan Billboard

12.12.2018

Wir gehen mit einer emotionalisierenden Aktion gegen Unfall-Gaffer vor.

Jedes Jahr sterben in Deutschland Unfallopfer, weil Rettungskräfte nicht oder nur sehr spät am Ort des Geschehens ankommen. Schaulustige, die Fotos von dem Ereignis machen und über soziale Medien teilen, sind zunehmend der Grund hierfür. Wir haben mit Unterstützung des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat vor dem Hintergrund dieser alarmierenden Entwicklung eine Aktion umgesetzt, die Unfall-Gaffer aufrütteln und ihnen ihr Fehlverhalten vor Augen führen soll: Das „Trojan Billboard“ ruft mit starken Botschaften, die mittels Smartphone-Kamera sichtbar werden, zum Umdenken auf.

„Trojan Billboard“ hält Unfall-Gaffern den Spiegel vor

Wie wirkungsvoll der Einsatz des „Trojan Billboards“ als Maßnahme ist, um Gaffer auch in Zukunft vom Verbreiten von Unfall- und Opferfotos abzuhalten, haben unsere Kreativ-Spezialisten bewiesen: bei einem simulierten Rettungseinsatz in Berlin, der auf große mediale Resonanz gestoßen ist. Bei der Umsetzung der Aktion sind wir von der Filmproduktionsfirma It’s us unterstützt worden.

Hierfür entwickelten wir ein übergroßes digitales Billboard, das mit 9.000 Infrarot-LEDs verbaut wurde, die wiederum mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Das Billboard wurde im Hintergrund des vermeintlichen Unfalls, bei dem Schauspieler als Opfer sowie vorab eingeweihte, reale Rettungskräfte vor Ort waren, platziert. Wollte ein Schaulustiger Fotos vom Geschehen machen, wurde er in exakt diesem Moment mit einer entsprechenden Botschaft auf dem Smartphone-Display direkt angesprochen: Nachrichten wie „Take care, not pics!“, „Nur Affen gaffen!“ oder „If you want to share something, donate your blood!“ sollten den Gaffern nicht nur einen Schreck einjagen, sondern sie nachhaltig wachrütteln.

Intelligente Technologie bewirkt nachhaltiges Umdenken

Der Einsatz der „Trojan Billboard“-Technologie hat bewirkt, dass die Menschen, die vor Ort waren, nicht wie üblich Unfallbilder geteilt haben. Stattdessen sind die Botschaften des „Trojan Billboard“ über soziale Netzwerke verbreitet worden. Darüber hinaus wurde das Thema in reichweitenstarken Medien diskutiert und hat so das Bewusstsein für ein angemessenes Verhalten bei Unfällen geschärft. 




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