Teengeist

Beauty, Fashion, Interior

Was findet die Gen Z eigentlich schön?

fischerAppelt News

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Make-up Tutorials, Fashion-Hauls, Room-Tours: Selbst wer sich auch nur gelegentlich auf Social Media wiederfindet, kommt an diesen und ähnlichen Formaten seit Jahren nicht vorbei. Beauty, Fashion und Interior Design sind absolute Trendthemen – auch für die junge Generation. Und damit nicht genug: Die Frage, was eigentlich “schön” ist und wie Vorstellungen von Schönheit uns im Alltag beeinflussen können, ist heute eine gesellschaftsrelevante Diskussion.

Das Teengeist-Team hat gemeinsam mit Appinio und W&V 1.000 junge Männer und Frauen zwischen 16 und 24 Jahren nach ihrer Meinung zu allem gefragt, was mit Schönheit und Ästhetik zu tun hat. Und dabei festgestellt: Nicht alles, was glänzt, ist auch Gold.

Spieglein, Spieglein an der Wand: Die Beauty-Trends der Gen Z

Schönheit liegt im Auge des Betrachters?

Eins der großen Themen der vergangenen Jahre ist ohne Zweifel „Body Positivity“. Den eigenen Körper so lieben und annehmen, wie er ist – radikale Akzeptanz als neuer Beauty-Traum? Nicht ganz: 62 Prozent der Befragten geben an, dass Schönheitsideale in ihrem Leben eine wichtige oder eher wichtige Rolle spielen. Dabei zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern: Drei von vier weiblichen Befragten (74 Prozent) geben an, sich von Schönheitsidealen unter Druck gesetzt zu fühlen – aber auch bei den Männern sagt das mit 49 Prozent rund jeder Zweite. Und woher kommen diese Ideale laut Gen Z? 65 Prozent sehen die Verantwortung bei Social Media, mit deutlichem Abstand folgen Gesellschaft (41 Prozent) und Stars und Prominente (38 Prozent).

Filigrane Frauenkörper und muskelbepackte Männer

Schönheitsideale werden also vor allem über Social Media geprägt und verbreitet – aber wie sieht ein schöner Körper denn nun aus? Die Gen Z sagt: Frauen sollen schlank sein, lange Haare haben und stilvoll gekleidet sein. Für die weiblichen Befragten ist die schlanke Figur am wichtigsten (46 Prozent), danach folgen lange Haare (37 Prozent) und ein makelloses Hautbild (33 Prozent) – Skincare ist in!

Die männlichen Befragten empfinden lange Haare als Schönheitsideal Nummer eins bei Frauen (44 Prozent), danach mit 39 und 34 Prozent eine schlanke Figur und stilvolle Kleidung. Und schöne Männer? Die sind laut Gen Z muskelbepackt, groß und bärtig: Ein muskulöser Körperbau ist für 60 Prozent der Befragten ein männliches Schönheitsideal. Auch die große Körpergröße (53 Prozent) ist der Mehrheit der Befragten wichtig, und immerhin 40 Prozent wertschätzen Bartwuchs. Anders als bei weiblichen Schönheitsidealen sind sich die Geschlechter dabei übrigens einig.

Ich mach mir meinen Körper, wie er mir gefällt?

Mit Idealvorstellungen von Schönheit kommt der Wunsch, ihnen selbst zu entsprechen: Die Mehrheit der Gen Z würde gerne etwas am eigenen Aussehen verändern – Frauen (84 Prozent) dabei eher als Männer (72 Prozent). Und unter denjenigen Befragten, die sich von Schönheitsidealen unter Druck gesetzt fühlen, würde sogar jede:r Zweite (66 Prozent) gerne anders aussehen.

Auch andersherum wird ein Schuh draus. 80 Prozent der Befragten sagen: Der Druck, Schönheitsidealen zu entsprechen, hat in den vergangenen Jahren zugenommen, und etwa jede:r Fünfte (25 Prozent) sieht die Verantwortung dafür bei Social Media. Sich für die Schönheit unters Messer zu legen, kommt für die meisten Befragten dennoch nicht infrage: 39 Prozent halten gar nichts von Schönheits-OPs.Weitere 29 Prozent verstehen zwar, wieso andere sich operieren lassen, können sich das für sich selbst jedoch nicht vorstellen. Auf der anderen Seite: 41 Prozent geben an, dass ihr Interesse an Schönheitsoperationen durch Social Media (enorm) gestiegen ist.

Fashion & Home Decor: Zwischen Trends und Social Media

Generation Online Shopper

Auch für die Gen Z ist Fashion ein großes Thema – und es geht nicht nur ums Aussehen: Mehr als zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) nutzt Mode, um die eigene Persönlichkeit auszudrücken. Auf die Frage, ob ein günstiger Preis dabei wichtiger ist als Nachhaltigkeit, antworten 34 Prozent der Befragten mit eindeutiger Zustimmung, weitere 31 Prozent stimmen dieser Aussage zumindest eher zu. Dementsprechend stark ist Fast Fashion in den Top-3-Marken der Befragten vertreten: Nike liegt auf Platz 1 (29 Prozent), gefolgt von H&M und Adidas (jeweils 15 Prozent).

Shoppen geht die Gen Z am liebsten online (41 Prozent), mit 31 Prozent geht immerhin knapp ein Drittel am liebsten selbst ins Geschäft. Die restlichen 28 Prozent shoppen sowohl online als auch analog. Auch hier zeigt sich, welchen Einfluss Social Media in der jungen Altersgruppe hat: 60 Prozent fühlen sich durch die sozialen Netzwerke (eher) unter Druck gesetzt, mehr Beauty- und Fashion-Produkte zu kaufen. 50 Prozent der Befragten geben sogar an, deshalb (eher) mehr zu shoppen. Es gibt jedoch auch diejenigen, die weniger kaufen: 25 Prozent der männlichen und 16 Prozent der weiblichen Befragten sagen, dass sie durch Social Media (eher) weniger shoppen.

Gen Z liebt Interior Design

Was bei Beauty und Mode anfängt, geht in den eigenen vier Wänden weiter: Für 78 Prozent der Befragten ist es wichtig (“sehr wichtig”, “wichtig” oder “eher wichtig”), ihr Zuhause ästhetisch ansprechend einzurichten. Frauen räumen Interior Design dabei noch größere Bedeutung ein als Männer: 60 Prozent der weiblichen Befragten finden eine schöne Einrichtung wichtig oder sehr wichtig. Unter den männlichen Befragten sagen das 43 Prozent. Mit 46 Prozent gibt außerdem fast jede:r zweite Befragte an, (sehr) am Thema Home Decor interessiert zu sein. Mit 56 Prozent fällt dieser Wert unter den weiblichen Befragten noch einmal deutlich höher aus als unter den Männern (35 Prozent).

Und wo kauft die Gen Z ihre ästhetisch ansprechende Einrichtung? Interior-Marke Nummer 1 ist Ikea – rund die Hälfte der Befragten (48 Prozent der Frauen, 49 Prozent der Männer) shoppt am liebsten beim großen schwedischen Möbelhaus. Danach folgen weitere Anbieter mit großem Abstand: 13 Prozent der Frauen kaufen gerne bei Depot ein, weitere drei Prozent bei Zara Home, dem Interior-Ableger des Mode-Weltmarktführers.

Unter den Männern ist der Abstand noch größer: Platz 2 teilen sich Depot und Amazon mit je weniger als zwei Prozent. Die Hälfte der Befragten richtet ihre vier Wände am liebsten modern ein (49 Prozent), jede:r Fünfte bevorzugt den klassischen Stil (21 Prozent), weitere 17 Prozent Retro und Vintage. Zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) holen sich ihre Interior-Inspo auf Social Media, 35 Prozent in Online-Shops oder auf Websites. Ähnlich wie Modegeschäfte will die Gen Z jedoch auch klassische Einrichtungshäuser nicht missen: Mit 33 Prozent lässt sich jede:r Dritte gerne vor Ort inspirieren.