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„Positive Mobility“
Dritte Studie des Future Mobility Lab
Dritte Studie des Future Mobility Lab „Positive Mobility“ erscheint Anfang 2027 und betrachtet, wie nachhaltige Mobilität zum Gewinn an Lebensqualität werden kann
Die Mobilitätswende steht vor einer entscheidenden Akzeptanzfrage. Wie gelingt es, nachhaltige Mobilität so attraktiv zu machen, dass Menschen sie nicht als Einschränkung, sondern als echte Verbesserung ihres Alltags erleben? Aktuelle Debatten zeigen, dass die Bereitschaft zur Veränderung vorhanden ist, gleichzeitig stossen konkrete Eingriffe in gewohnte Mobilitätsmuster schnell auf Widerstand. Genau hier setzt die dritte Studie des Future Mobility Lab (FML) an, an der wir gemeinsam mit der Universität St.Gallen, dem Institut für Mobilität und den weiteren Partnern des FML arbeiten.
Die dritte Studie trägt den Titel «Positive Mobility». Im Zentrum der dritten Studie des FML steht eine Frage: Welche hedonischen Zugänge zur Gestaltung und Kommunikation nachhaltiger Mobilitätsangebote gibt es? Oder anders gefragt: Wie lässt sich nachhaltige Mobilität so gestalten, dass sie nicht als Verzicht, sondern vor allem als Gewinn an Lebensqualität erlebt wird?
Wenn die nachhaltige Alternative auch die attraktivere ist
Statt Nachhaltigkeit vor allem über Verzicht und Klimaschutz zu begründen, untersuchen wir im FML, welchen unmittelbaren Mehrwert nachhaltige Mobilität bieten kann. Die Studie geht dabei bewusst in die Praxis und erprobt verschiedene Ansätze in konkreten Pilotierungen.
Wie verändert sich beispielsweise die Wahrnehmung von Carsharing bei autoaffinen Menschen, wenn Sharing Zugang zu Fahrzeugen ermöglicht, die man sich privat nur eingeschränkt leisten kann oder möchte? Wie werden Mobilitäts-Apps wahrgenommen, wenn sie nicht nur die schnellste, sondern auch die schönste Route vorschlagen? Und wie lässt sich der öffentliche Charakter des öffentlichen Verkehrs stärker als positiver sozialer Raum nutzen?
Ein Pilotprojekt stellt die klassische Logik des öffentlichen Verkehrs auf den Kopf: Was passiert, wenn ein Bus einfach fährt – ohne Fahrplan und ohne festgelegtes Ziel?
Mit den Experimenten wollen wir im FML zeigen, welche Faktoren Menschen dazu bringen, nachhaltige Mobilitätsangebote aus eigenem Antrieb und mit Freude zu nutzen. Denn gerade wenn Nachhaltigkeit im Alltag mit konkreten Vorteilen wie Komfort, Erlebnis, Gesundheit, sozialer Begegnung oder mehr Lebensqualität verbunden wird, kann aus der geforderten Veränderung eine attraktive Alternative werden.
Neben weiteren Pilotierungen führen wir im FML eine Konsumentenbefragung durch. Die Ergebnisse werden im Studienbericht zusammengeführt, der Anfang 2027 veröffentlicht wird.
Mit «Positive Mobility» richten wir im Future Mobility Lab den Blick damit auf eine zentrale Frage der aktuellen Mobilitätswende: Wie wird nachhaltige Mobilität nicht nur notwendig, sondern wünschenswert?
Das Future Mobility Lab haben wir gemeinsam mit der Universität St.Gallen (HSG) und dem Institut für Mobilität (IMO) ins Leben gerufen. Inzwischen arbeiten wir dort mit fast 30 namhaften Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Verbänden zusammen. Gemeinsam entwickeln, erproben und begleiten wir wissenschaftlich neue Ideen für die Mobilität der Zukunft.
Über das Future Mobility Lab
Das Future Mobility Lab ist ein gemeinsames Projekt des Instituts für Mobilität der Universität St.Gallen und fischerAppelt. Inzwischen arbeiten 27 namhafte Partner aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Verbänden im Lab zusammen. Gemeinsam entwickeln, erproben und begleiten sie neue Ideen für die Mobilität der Zukunft.

Ann-Kathrin Hinrichsen-Payne
Waterloohain 5
22769 Hamburg





