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Vom Silo zur Synergie

Wie SEO & PR gemeinsam den Vorsprung in der KI-Suche sichern

fischerAppelt News

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Im Jahr 2026 ist Glaubwürdigkeit der entscheidende Faktor für die Sichtbarkeit in digitalen Suchsystemen wie z.B. Google oder ChatGPT. Marken müssen beweisen, dass sie die verlässliche Autorität in ihrem Themenfeld sind. Dieses Earned-Prinzip verbindet die Disziplinen SEO und PR: Relevanz entsteht nicht durch Budget, sondern durch Substanz.

Die Leitfrage für die Zukunft, die sich jede:r CMO stellen muss, lautet daher: Besetze ich meine Themen digital so konsequent, dass eine KI meine Marke als unverzichtbare Quelle nennt?

Und wer bei der Beantwortung dieser Frage vermutet, dass SEO für Maschinen optimiert und PR für Menschen, übersieht, dass durch KI‑Suche und Large Language Models (LLMs) beide Disziplinen zusammenrücken müssen. Genau zu diesem Thema stehen SEO-Expertin Nina Roser und PR-Spezialistin Tabea Schleweis gemeinsam auf der Bühne und sprechen darüber, warum Marken nur dann sichtbar bleiben, wenn SEO und PR nicht nebeneinander, sondern miteinander arbeiten.

Die Veränderung der Such-Realität und warum SEO und PR die neuen Gatekeeper der KI-Sichtbarkeit sind

Die klassische Search Journey ist nicht mehr linear. Menschen suchen über Google und Social Media Plattformen, aber auch zunehmend über KI‑Systeme wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Diese neuen Suchsysteme denken nicht in Keywords, sondern in Vertrauenssignalen, Expertise und echten Entitäten. Für Marken bedeutet das: Sichtbarkeit entsteht dort, wo technische Exzellenz und glaubwürdige Geschichten zusammenfinden.

Laut Studien des TÜV-Verbands (2025) und von Bitkom (2025) nutzen bereits 65 % bis 67 % der Bevölkerung in Deutschland aktiv generative KI. Bei der jungen Zielgruppe der 16- bis 29-Jährigen liegt die Nutzungsrate sogar bei 91 %.

Und dabei ist generative KI so viel mehr als nur Textgenerator oder Hilfestellung bei der Lösung von Alltagsherausforderungen. Studien von OpenAI (2025) belegen, dass 73 % der Nutzung zu privaten Zwecken erfolgen und fast 50 % aller Interaktionen in die Kategorie „Fragen“ fallen: Nutzende lassen sich beraten und treffen Kaufentscheidungen mit Hilfe von KI.

Das bedeutet für Kommunikations- und Markenverantwortliche, dass Brands, die in den ausformulierten Antworten führender KI-Tools nicht als Referenz erscheinen, Kund:innen bereits in der Informationsphase verlieren. Zusätzlich ist zu bedenken, dass KI-Tools auf überholte Quellen zugreifen oder falsche Fakten erfinden – von falschen Preisen bis hin zu nicht existierenden Features – oder veraltete Kritik reproduzieren, was zu massiven Reputationsschäden führen kann. Es geht also neben der grundsätzlichen Präsenz in den Antworten auch um die Belastbarkeit und Aktualität der Informationen über eine Marke.

Und diese Entwicklung wird durch die „Zero-Click“-Realität verschärft: Suchmaschinen und generative Overviews beantworten komplexe Fragen direkt auf der Ergebnisseite nach der Suchanfrage und senden den Traffic nicht mehr weiter auf die Corporate Websites. Deutschland hat eine Zero-Click-Rate aus den Suchergebnissen von über 62% (Fishkin, 2026). Die Folge: Der klassische Informations-Traffic in Richtung Websites bricht ein.

Genau hier liegt die Chance für vorausschauende Marken: Klassischer Website-Traffic sinkt zwar quantitativ, die Qualität der verbleibenden Klicks steigt jedoch – solange die eigene Marke als relevant für eine Kaufentscheidung wahrgenommen wird. Dafür ist es maßgeblich, quer über alle relevanten Plattformen die entscheidenden Touchpoints mit der Marke zu schaffen. Wer sich nach dem Lesen eines KI-Zitats oder über eine Verlinkung im KI-Dialog auf eine Seite durchklickt, ist bereits vorinformiert, hochgradig qualifiziert und steht bestenfalls unmittelbar vor einer Conversion.

Die Verzahnung von technischer Exzellenz und glaubwürdigem Storytelling ist also kein „Nice-to-have“ mehr, sondern die Bedingung für digitale Existenz in der neuen Antwort-Ökonomie - durch die integrierte Antwort von SEO und PR, die gemeinsam die Autorität der Marke im gesamten digitalen Ökosystem validieren.

Von der Koexistenz zur Co-Kreation: Wo SEO und PR verschmelzen

Gemeinsam entfalten SEO und PR ihre Wirkung hinsichtlich Auffindbarkeit in KI-Tools durch drei große gemeinsam zu gestaltende Themen.

Brand- und Reputation-Management: Entitäten statt Keywords

KI‑Modelle ordnen Wissen über Knotenpunkte, nicht über einzelne Begriffe. Wenn PR eine C‑Level‑Sprecherin als Expertin in Leitmedien etabliert, übersetzt SEO diese Signale auf der Corporate Website in maschinenlesbare Strukturen, etwa über Schema.org‑Markup. So entsteht ein konsistentes Bild: Fragt eine Person die generative KI nach Expertise zu den für die Marke relevanten Themen, kann die Brand zuverlässig als relevante Entität ausgespielt werden. Im Krisenfall sorgt dieselbe Verzahnung dafür, dass offizielle Statements priorisiert indexiert werden. Brand Safety wird so zu einem gemeinsamen Auftrag.

Community: Social Proof neu definiert

In Googles Suchergebnissen erscheinen Plattformen wie Reddit und Video-Plattformen wie Youtube oder TikTok (insb. Erklärvideos) mit großer Präsenz. Zusätzlich startet die Zielgruppe ihre Suche oft direkt auf den Social Media Kanälen.
Hier liefert SEO die Mechanik durch präzise Plattform-Analysen, während die PR den Dialog führt. Ob Corporate Influencing oder AMAs (Ask Me Anything) – authentischer Social Proof ist heute ein entscheidendes Gewicht im Empfehlungsalgorithmus der LLMs.

Content: E‑E‑A‑T als Qualitätsmaßstab

Inhalte müssen heute mehr leisten als nur informieren. Sie müssen Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit belegen. PR liefert dafür die Substanz: exklusive Daten, echte Geschichten, klare Zitate. SEO baut das technische Fundament, identifiziert Content Gaps und strukturiert Inhalte so, dass KI‑Modelle sie als Primärquelle nutzen. So entsteht Content, der sowohl Menschen überzeugt als auch Maschinen Orientierung gibt und Mehrwert liefert.

Operationalisierung: So gelingt die interdisziplinäre Zusammenarbeit

Das Aufbrechen organisatorischer Silos ist die Grundvoraussetzung für den Erfolg in Suchmaschinen und der KI-Suche. Die operative Zusammenarbeit stützt sich auf drei Säulen:

  1. Gemeinsame Sprache: Wir übersetzen die Fachsprachen beider Welten in eine strategische Logik. Ein SEO-seitiger „Content Gap“ wird zum „Thought Leadership Blueprint“ der PR. Eine PR-getriebene „Mediale Diskussion“ ist aus SEO-Sicht die notwendige „Entity Stärkung“.
  2. Gemeinsame Ziele: Wir steuern den Erfolg über integrierte Metriken und visualisieren sie in einem Dashboard. Wir messen die Anzahl von Quellangaben in KI-Tools auf URL-Ebene, die Prompt-Entwicklung, den Share of Voice (SOV) in den generativen KIs im Vergleich zum Wettbewerb sowie das Sentiment zur eigenen Marke.
  3. Gemeinsamer Start: Der Einstieg gelingt über konkrete Use Cases – etwa eine exklusive Datenstudie, die PR‑seitig an Medien gepitcht und SEO‑seitig als Landingpage aufgebaut wird.

Status Quo Analyse und Handlungsanleitung: Das AI Readiness Audit

Um es Ihnen leicht zu machen, die Hoheit über die digitale Wahrnehmung ihrer Marke zu gewinnen, haben wir das AI Readiness Audit entwickelt – ein strategisches Werkzeug für die Sichtbarkeit ihrer Brand in generativen KIs. Es liefert eine umfassende, interdisziplinäre Bestandsaufnahme und überführt abgeleitete Maßnahmen in eine strategische Roadmap. Es bricht die klassischen Silos zwischen SEO und PR auf und vereint beide Welten, um die digitale Sichtbarkeit und Reputation Ihrer Marke in KI-Systemen systematisch zu messen, zu schützen und auszubauen.

Dabei gehen wir in drei Schritten vor

Schritt 1: Input & Grundlagencheck

  • Input: Definition relevante Themen und Wettbewerb
  • Grundlagen: Contentlücken identifizieren & SEO Basis-Check

Schritt 2: Interdisziplinäre Analyse & Nullmessung

  • Dimension A (SEO & GEO): 4-wöchige Nullmessung der Präsenz in KI-Tools (z.B. ChatGPT, Perplexity, AI Overviews)
  • Dimension B (Medien & PR): Analyse der Mediendominanz und des Sentiments zu den Fokusthemen

Schritt 3: Auswertung & Strategie

  • Überblick: Visualisierung zur Themenführerschaft in KI-Modellen und Medien
  • Reputation & Sentiment: Alle Hebel zur Schärfung des Markenbilds durch eigene Inhalte
  • Actionable Roadmap: Priorisierte Maßnahmen für maximale KI-Sichtbarkeit

Sichern Sie sich die Souveränität über Ihre digitale Sichtbarkeit

Bevor der Wettbewerb die begehrten Empfehlungsplätze in ChatGPT, Perplexity und Co. dauerhaft besetzt, sollten Sie für Ihre Marke handeln. Wir zeigen Ihnen, wie Sie durch die Synergien zwischen SEO und PR Ihren Status Quo der AI Visibility kennenlernen und verlässlich messen, die Hoheit über Ihren digitalen Ruf zurückgewinnen und Ihre Marke krisenfest für das KI-Zeitalter positionieren.

Jetzt Kontakt aufnehmen!

Nina Roser 

Als Director Search Marketing verantwortet Nina die strategische und operative Führung der SEO/GEO- und SEA-Teams der fischerAppelt-Gruppe. Sie verfügt über mehr als ein Jahrzehnt fundierte Erfahrung in der Entwicklung integrierter Search- und Performance-Strategien auf Agentur- und Unternehmensseite.

Tabea Schleweis 

Als Head | Corporate Communications leitet Tabea strategische PR-Kampagnen und das Reputationsmanagement für nationale und internationale Marken innerhalb der fischerAppelt-Gruppe. Sie ist Expertin für Agenda-Setting, Media Relations und die Steuerung von Markentonalitäten auf Drittplattformen.

Ansprechpartner

Nina Roser

Director Search Marketing

Tabea Schleweis

Head | Corporate Communications