BlogKühne: bescheidener Klassiker im Food-Porn-Markt
Monsters Of Content Marketing Alexander Kühnen

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Kühne: bescheidener Klassiker im Food-Porn-Markt

Monsters of Content Marketing

Podcast

Darum geht's in unserer 17. Podcast-Folge „Monsters of Content Marketing”

Dirk Benninghoff
Dirk Benninghoff

Carl Kühne kennt jeder, hat jeder. Okay: fast jeder. Rund 60 Prozent der Deutschen haben ein Produkt des Hamburger Lebensmittel-Klassikers im Haushalt. Unter den Lebensmittelmarken kommt der Gürkchen- und Sauerkraut-Spezialist beim Bekanntheitsgrad auf Platz 7. Warum? Für Chef Alexander Kühnen (man beachte das „n“ am Ende) ist die Begründung einfach.

Seit 300 Jahren kriegen wir es hin, gute Produkte an den Markt zu bringen.

Alexander Kühnen

Die in einer Zeit weit vor den Napoleonischen Kriegen in Berlin gegründete Unternehmen gibt es seit 1722 (!). Kühne ist damit eine der ältesten Marken überhaupt. „Das ist ein Riesen-Asset,“ sagt der heutige Geschäftsführer in der neuen Ausgabe der „Monsters of Content Marketing“. Aber wie überträgt man dieses Erbe zeitgemäß ins Jahr 2020? Unter anderem mit neuen Produkten wie Gemüsesnacks oder Knuspererbsen. Aber auch mit Content Marketing. „Mehr Relevanz schaffen bei Menschen zwischen 25 und 45 Jahren“, so lässt sich das Ziel von Kühnen, von Haus aus Marketer, zusammenfassen.

Kein Mensch geht heute mehr ins Internet und sucht nach Kühne. Die Leute suchen nach Rezepten und Inspiration.

Alexander Kühnen

Also nach dem, was heute unter „Food Porn“ sublimiert wird. Durch eine entsprechende Inszenierung für „Appetite Appeal“ sorgen statt einfach nur ein Gurkenglas abzubilden wie früher, das Kühnes Anspruch. Das Wettbewerbsumfeld im Food-Markt sei „der Hammer“. Sich durchzusetzen, sei nicht einfach, sagt Kühnen. Zumal Kühne keine Marke sei, „die im Blitzlichtgewitter als erster auf dem Roten Teppich steht“.

Um dennoch WOW-Momente zu schaffen, bespielt Kühne das Social Web mit probaten Mitteln: Rezept-Challenges, Influencer-Kooperationen. Man habe das „fast ein privates Verhältnis“ zu Food Bloggern wie Mr. Nicefood. Allerdings, so Kühnen, sei auch das Geschäft an sich durchaus „hip“. Sauerkraut und Gewürzgurken wachsen jedes Jahr um zwei bis drei Prozent. „Für mich anfangs eine Riesenüberraschung“, sagt der Chef, der seit 2019 bei Kühne ist und vorher Schweiz-Chef von Unilever war.

Was die Hamburger Traditionsmarke beim (fast) ebenso traditionsreichen HSV macht, welches Verhältnis man zum dort engagierten Namensvetter hat und wie „German Tradition“ im Ausland wahrgenommen wird, das und mehr erzählt Alexander Kühnen im Podcast.

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