BlogLinkedIn-Positionierung: Mal eben was posten ist nicht
Isabel Rehmer, Head of Editorial Content bei fischerAppelt

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LinkedIn-Positionierung: Mal eben was posten ist nicht

Wir zur Lage der Kommunikation – alles tbd. Heute: Isabel Rehmer mit 5 Tipps zur optimalen Positionierung auf LinkedIn.

Isabel Rehmer

Isabel Rehmer

Head of Editorial Content

Leads generieren, Talente gewinnen oder in neue Märkte expandieren: Am weltweit größten B2B-Netzwerk mit 830 Millionen User:innen weltweit  und rund 18 Millionen in der DACH-Region  kommen inzwischen weder Unternehmen noch Entscheider:innen vorbei. Gerade Letztere möchten ihre eigene Sichtbarkeit erhöhen. Keine leichte Aufgabe angesichts der hohen Aktivität der LinkedIn-Mitglieder . Hier kommen 5 brandheiße Tipps, wie der eigene LinkedIn-Auftritt gelingt.

1. Strategie ist Key

Wer den gesamten Themenkorridor bedient und sich nicht fokussiert, wird schnell beliebig und kommuniziert im schlimmsten Fall komplett an der Zielgruppe vorbei. Deshalb kommt es zu Beginn der eigenen LinkedIn-Positionierung – wie bei anderen Kommunikationsaktivitäten auch – vor allem auf eines an: Strategie. Welche Zielgruppen, Unternehmen und Märkte sind für mich interessant? Was will ich bei LinkedIn erreichen? Wer sich diese Fragen konkret beantwortet, legt die Basis für aussagekräftige Inhalte, die die Aufmerksamkeit der Zielgruppe wecken und einen Mehrwert für deren Tagesgeschäft bieten.

2. Kreiere eine authentische Personal Brand

Auch wenn du als Entscheider:in in einem Unternehmen arbeitest und ihm auf LinkedIn ein Gesicht geben möchtest: Dein persönlicher Kanal sollte sich vom Corporate-Kanal unterscheiden. Stelle keine Unternehmensthemen wie Produkte oder Awards in den Fokus, sondern finde den Sweet Spot zwischen Interessen und Bedürfnissen der Zielgruppe und deiner Personal Brand. Welche Themen und Positionen treiben deine Kontakte um? Auf welche Buzzwords und Hashtags springen sie an? Von der Hashtag-Recherche bis hin zu speziellen Tools: Es gibt viele Möglichkeiten, die richtigen Worte zu finden – also jene, die stärkere Reichweiten oder Reaktionen erzielen als ihre Synonyme.

Um dann die Personal Brand zu kreieren, solltest du eigene Themen und Interessen mit denen der Zielgruppe abgleichen und Schnittmengen identifizieren. Was sind meine Stärken, meine Werte und worin liegt meine Expertise? Finde Antworten auf diese Fragen. Wichtig dabei: Die Themen sollten nicht zu generisch sein wie beispielsweise „Digitalisierung“.

3. Netzwerken, netzwerken, netzwerken

Wer Personen in sein Netzwerk aufnimmt, erhöht die Reichweite. Logisch. Doch hier gilt nicht: je mehr, desto besser. Denn wenn deine Verbindungen irrelevant sind, wird auch dein Feed voll von irrelevanten Inhalten sein. Wähle daher bewusst aus, mit wem du dich vernetzen möchtest, stell dich per Nachricht vor und erkläre, warum du dich miteinander verbinden möchtest. Zudem wirkt es dann nicht so, als würdest du wahllos neue Kontakte hinzufügen, um deine Follower-Anzahl zu erhöhen. Gruppen bieten außerdem die Möglichkeit, besonders hochkarätige Zielgruppen anzusprechen und erleichtern die Kontaktaufnahme zu potenziellen Geschäftspartner:innen und wichtigen Köpfen der Branche.

Personal Branding, Netzwerken, Content: Wer diese drei Dinge am besten beherrscht, erhält die größte Aufmerksamkeit.

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4. Setze auf Formatvielfalt und Community Management

Auch wenn es vielen am leichtesten fällt: Content ist mehr als Text – gerade in der Social-Media-Welt. Erzähle Geschichten also gern auch mal in Slide Posts, Videos oder Bildergalerien. Auch Umfragen gehören ins Format-Repertoire und fördern außerdem die Interaktion mit deinen Kontakten.

Apropos Interaktion: Nimm dir gerade in den ersten Stunden nach einem Posting Zeit, um deine Community aktiv zu managen. Reagiere auf Kommentare und tritt in den Dialog. Aktives Kommentieren ist nicht nur bei den eigenen Inhalten, sondern mehr noch bei fremden Inhalten entscheidend. Kommentiere die Beiträge anderer auf keinen Fall nur mit „Ich stimme zu!“ oder „So wahr“. Teile stattdessen einen Erfahrungswert oder deine Vision. Der aktive Austausch in der Öffentlichkeit steigert nachhaltig die Sichtbarkeit der eigenen Beiträge und hilft beim Aufbau eines qualitativen Follower:innen-Netzwerks. Und ganz nebenbei erzeugt der Austausch ein Gefühl von Nahbarkeit und Erreichbarkeit: Menschen wollen gehört und gesehen werden. Top-Kommunikator:innen wertschätzen das.

5. Achte auf Standards

Wann ist meine Zielgruppe online? Auch eine wichtige Frage, die es zu beantworten gilt, damit die eigenen Beiträge nicht im Nirwana verschwinden. Dem Algorithmus kommst du außerdem entgegen, wenn du regelmäßig postest. Das heißt mindestens drei- bis viermal die Woche. Parallel dazu solltest du dein LinkedIn-Profil pflegen. Dazu zählt neben Standards wie einem Profilbild und der Arbeitserfahrung sowie Referenzen beispielsweise auch ein Profil-Slogan als Eye-Catcher, der deine Vision und dein Fachwissen verdeutlicht.

All diese Punkte zeigen: LinkedIn ist Arbeit. Personal Branding, Netzwerken, Content: Diese drei Komponenten spielen auf LinkedIn zusammen. Wer sie am besten beherrscht, erhält die größte Aufmerksamkeit. Und nicht nur das: Du inspirierst damit andere und hast auch selbst etwas davon. Denn das macht gute Beziehungen in einem Netzwerk aus: Beide Seiten profitieren von ihnen.

Über die Autorin

Isabel Rehmer ist Head of Editorial Content bei fischerAppelt. Je komplexer die Themen, desto mehr Spaß machen ihr Konzipieren und Schreiben für Technologie- und Finanzkunden. Immer häufiger positioniert sie auch CEOs in Medien und Social-Media-Netzwerken.