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Diana zur Löwen: Die Influencerin und die Ampel

Darum geht's in unserer 33. Podcast-Folge „Monsters of Content Marketing”

Dirk Benninghoff

Dirk Benninghoff

Chefredakteur

Eine Million Instagram-Follower:innen, 620.000 YouTube-Abonnent:innen: Diana zur Löwen erreicht als Influencerin Massen und setzt diese Reichweite ein, „um etwas zu bewegen“. Ihr jüngstes Engagement hat es bis in den Koalitionsvertrag der Ampel geschafft. In der neuen Ausgabe der „Monsters of Content Marketing“  spricht die 26-Jährige über Engagement, Druck, ihre neue Karriere als Finanz-Influencerin – und sagt, warum sie voll auf Video setzt.

Haltung. Ein Wort, das längst auch die Influencer:innen-Szene erfasst hat. „Die junge Generation ist politischer geworden“, sagt Diana zur Löwen. Klimawandel und Corona zeigten, „welch großen Einfluss Politik auf unseren Alltag hat“. Die Folge: Viel mehr Influencerinnen fassten den Mut „über persönliche Themen zu sprechen, die in der Politik mehr stattfinden sollten“ und merkten, „dass man mit seiner Reichweite etwas bewegen kann“.

Mit seiner Reichweite kann man etwas bewegen.

Diana zur Löwen, Content Creatorin

Diana, die ursprünglich für Mode und Beauty geworben hat, liefert dafür ein aktuelles Beispiel: Zusammen mit Mitstreiter:innen setzte sie sich dafür ein, dass das Thema Mentale Gesundheit im Koalitionsvertrag aufgenommen wird und die Regierung das Bekenntnis abgibt, mehr Therapieplätze zu schaffen inklusive Aufklärungskampagne. Eine Petition kam auf mehr als 100.000 Unterschriften. Diana gehörte zu den maßgeblichen Initiator:innen. Die Regierung habe im Koalitionsvertrag „fast alle unsere Punkte aufgegriffen“ und man könne sagen: „Die Politik hat auf uns gehört.“ Die Kraft von Social Media  wirkte: Über Instagram und Co. wurden Politiker:innen direkt getaggt und so der Druck aufrecht erhalten, den auch Prominente wie TV-Größe Klaas Heufer-Umlauf erzeugten.

Zwischen Aktivismus und Kapitalismus

Sie selbst habe schon als Teenagerin Probleme gehabt, „wo ich dachte, ich komme alleine damit klar“, sagt Diana, aber dann habe sie gemerkt: „Es lohnt sich bei gewissen Dingen, Hilfe zu suchen.“ Als Influencerin gehört Druck zur Arbeit. „Es ist immer noch mein Traumjob, aber du musst jeden Tag performen.“ Man müsse aufpassen, nicht nur von Algorithmen abhängig zu sein, sondern eine „gesunde Balance zu finden“ zwischen einer oft als oberflächlich anmutenden Markenwelt und tiefer gehendem Engagement für gesellschaftlich-politische Themen, zu denen bei Diana zum Beispiel auch die Beschäftigung mit Rechtsradikalismus gehört. Es sei dabei wichtig, „nicht instrumentalisiert und zur Gratis-Werbefläche zu werden.“

Es ist wichtig nicht instrumentalisiert und nicht zur Gratis-Werbefläche zu werden.

Diana zur Löwen, Content Creatorin

Wie Diana das Thema Finanzen für sich und ihre Arbeit entdeckt hat, warum sie in Start Ups investiert und was für sie den Reiz von Video ausmacht, all das erzählt sie in der neuen Ausgabe der Monsters of Content Marketing.

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