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Monsters Of Content Marketing Pia Frey

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Pia Frey und die heilige Dreifaltigkeit

Monsters of Content Marketing

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Darum geht's in unserer 13. Podcast-Folge „Monsters of Content Marketing”

Dirk Benninghoff
Dirk Benninghoff

Diese Frau ist ein Meinungs-Monster: Pia Frey ist die Frontfrau von Opinary , jenem Berliner Start-ups, das die Websites von Medien wie Unternehmen mit Tachos schmückt, auf denen jeder Leser prägnant und schnell sein Urteil zu Fragen abgeben kann wie „Sollte es eine Impflicht für Kinder geben“ oder „Können Menschen die Gewalt der Natur bezwingen?“. Ihr Ziel: Publisher, Unternehmen und Leser zusammenbringen. Ihre „heilige Dreifaltigkeit“, wie es Frey in der neuen Ausgabe der Monsters of Content Marketing  nennt.

Wie das funktioniert, zeigt ein Beispiel unseres Kunden Covestro : Die Frage „Hat Plastik noch eine Zukunft?“ zählt zu den zehn erfolgreichsten Tachos von Opinary 2019. Der Algorithmus des Berliner Start-ups sorgt dafür, dass die Frage in allen passenden Artikeln der Medienpartner von Opinary platziert wird – ohne dass die Redaktion irgendetwas unternehmen muss. Die Frage selbst kommt von Opinary im Zusammenspiel mit dem Kunden, in dem Fall Covestro. Klarer Vorteil:

Unternehmen können einen Kanal zum User in einem hochwertigen Umfeld aufbauen, als Teil eines starken Content Pieces, das die Zielgruppe anspricht.

Pia Frey, Opinary

Frey beschreibt das Opinary-Tool im Podcast als „Lead-Generierungs-Maschine“.

Engagement als Top-Währung

Zwischen 5 und 13 Prozent der Leser eines Artikels beteiligen sich an der jeweiligen Opinary-Umfrage, in der Spitze gar 20 Prozent. Ein Wert, der die Online Marketing Rockstars  gar zu der Formulierung verführte, dass Opinary das Content Marketing revolutioniere. Für Frey hat ihr Unternehmen ein „neues Momentum kreiert, in dem ich als Werbetreibender oder Content Marketer mit einer Zielgruppe in Kontakt trete“, und das außerhalb von Social Media, sondern auf eigenen Websites oder in einem wertigen Verlagsumfeld.

Mittlerweile haben die Berliner rund 160 Kunden in Medien und Unternehmen, wie Frey schätzt. Darunter auch mehrere von unserer Agenturgruppe, wie genannte Covestro oder die Deutsche Bahn. Die Musik spielt klar bei Marken und Unternehmen, auch wenn viele Medienseiten die Tools seit langer Zeit selber zur Meinungsermittlung einsetzen und nicht nur für Werbepartner. Eine Zunahme extremistischer Tendenzen kann die Gründerin in den Tachos nicht erkennen. Wohl aber, den Drang sich nach Abgabe der Meinung im Opinary-Tool noch in der Kommentarspalte der jeweiligen Website zu ergießen.

Top-Themen und der Fall Lomardi

Bei welchen Themen die Tachos am stärksten glühen? Sport, gefolgt von Politik und Automobilität, wo die Dieselkrise die Meinungsfreudigkeit eindeutig forciert hätte, wie Frey im Podcast sagt. Die erfolgreichste Frage in der Opinary-Historie hat damit aber gar nichts zu tun: Sie drehte sich tatsächlich um die Trennung von Sarah und Pietro Lombardi. Kein Thema generierte mehr Klicks als das Liebes-Aus des Sangespaares.

Bei Medien sieht Frey einen riesigen Nachholbedarf bei der Beziehung zu den Lesern. „Ich bin immer wieder überrascht, wie wenig Nähe es zwischen Redaktion und Leser gibt.“ Das Internet habe daran nicht wirklich etwas geändert. Frey nimmt eine gewisse „Entfremdung“ wahr. In Großbritannien dagegen, wo Opinary diverse Kunden hat, unter anderem die altehrwürdige „Times“, stände der Leser viel mehr im Mittelpunkt. Es gebe ein „anderes Level beim Austausch“. Man gehe stärker auf Kommentarspalten ein, nutze die Daten stärker, die über Opinary gewonnen werden können.

Endgegner „New York Times"

Sie selbst ist regelmäßig in den USA, New York ist quasi Freys Zweitwohnsitz – und soll in diesem Jahr wieder verstärkt besucht werden. Schließlich hat Opinary ein Büro dort, schließlich sitzt Freys „Endgegner“ im Big Apple: die „New York Times“. Ein paar Mal war sie schon dort, aber noch hat die bedeutendste Zeitung der Welt nicht angebissen. Sie habe bei Axel Springer nach einem Vortrag mal eine Zigarre geschenkt bekommen. „Die werde ich rauchen, wenn es mit der New York Times klappt.“

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