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Unsere 3 Key-Takeaways der SXSW 2019

Zwischen Experimental Marketing, Politik und Hausaufgaben für Deutschland

fischerAppelt News

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75.000 Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Nationen – längst ist die South by Southwest  zum festen Termin für Start-ups, Agenturen und Unternehmen aus der ganzen Welt geworden. Auch unser Vorstand Matthias Wesselmann hat sich auf der weltweit größten Digitalkonferenz nach den neuesten Trends der Tech-Branche umgesehen und fasst seine drei Key-Takeaways für uns zusammen.

1. Experiential Marketing auf dem Vormarsch

Einen der kreativsten Markenauftritte legte in diesem Jahr Amazon Prime hin. Für seine neue Serie „Good Omens“, in der Gott und Teufel gegeneinander antreten, setzt der Online-Riese ganz auf Experiential Marketing. Im „Garden of earthly Delights“ treffen Besucher Charaktere aus der Serie, können sich im Stil der Serie frisieren lassen oder mithilfe einer Green Box das Serienplakat nachstellen. Getränke, Essen und Live-Acts gehören hier selbstverständlich auch zum Programm. Mit Sicherheit werden die Zuschauerzahlen beim Serienstart Ende Mai belegen, dass sich dieser Aufwand gelohnt hat.

Auch Smart lieferte eine zwar kurze, aber eindrucksvolle Experiential-Marketing-Inszenierung: Eine Drohne, verkleidet als Smart-Modell in „Lebensgröße“, flog Austins Partymeile 6th Street entlang und zog so die ungeteilte Aufmerksamkeit sämtlicher Zuschauer auf sich.

2. Diskurs statt Disruption

Zwar zeigte sich Amazon in Sachen Experiential Marketing weit vorne, doch im Garten der Genüsse wurden keine neuen Produkte auf Basis neuer Technologien vorgestellt. Auch bei Tech-Riesen wie Sony, Dell oder Samsung ging es in diesem Jahr wenig futuristisch zu.

Statt mit großer Begeisterung die schier endlosen Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI), Mixed Reality (MR) und Co. abzufeiern, rückten vor allem die gesellschaftlichen Auswirkungen der technologischen Entwicklung in den Fokus der Digitalkonferenz. „Will technology enrich human creativity?“ prangte unübersehbar auf dem Sony-Pavilion.

Neben derlei Diskursen rückte die Politik noch stärker als im Vorjahr in den Fokus. Das zeigte sich zum einen deutlich an den vielen Auftritten amerikanischer Politiker. Auch kreative Formate wie die „Donald J Trump Presidential Twitter Library“ der Daily Show, in der Besucher Trumps beste Tweets ansprechend dargestellt nachlesen konnten, sorgten für Gesprächsstoff.

All dies bereichert das Festival und bestätigt seine gesellschaftliche Relevanz eben nicht nur als Keimzelle großer technologischer Entwicklungen.

3. Hausaufgaben für Deutschland

Neben der zuvor genannten Smart-Installation sucht man derartig beeindruckende Inszenierungen bei deutschen Unternehmen auf der diesjährigen SXSW leider zumeist vergebens – trotz hervorragender Lage einiger Auftritte in unmittelbarer Nähe des Convention Centers. Und das, obwohl Deutschland bei den Besucherzahlen als Nation ganz vorne mit dabei ist.

Die Zielsetzung für die nächste SXSW steht damit fest: Nicht nur Inspiration von anderen in Austin suchen, sondern selbst Inspirationen bieten und Deutschland als das zeigen, was es ist: ein kreatives und technologisch innovatives Land mit tollen Unternehmen.