EU-Liebe durch den Magen: Bratwurst against Brexit

2016

Wie DIE JUNGEN UNTERNEHMER die Londoner vom EU-Verbleib überzeugen wollen.

Showdown auf der Insel: Am 23. Juni stimmen die Briten über den Verbleib ihres Landes in der EU ab. Die Furcht vor dem “Brexit” geht um, die Umfragen sind knapp. EU und Briten haben viel zu verlieren, und so kommt aus Deutschland immer mehr Unterstützung für die Europa-Freunde auf der Insel. Leit-Medien wie der “SPIEGEL” beziehen ungewohnt eindeutig Stellung – und auch DIE JUNGEN UNTERNEHMER machen mit und sagen: Liebe Briten, bleibt! Wir brauchen euch!

Und fischerAppelt hilft dabei. Und zwar mit der Idee für die Aktion “Bratwurst against Brexit”. Auch die Liebe zu Europa geht durch den Magen, und so deckt die Delegation des Verbandes die Londoner vor Ort mit einem deutschen Klassiker ein, um sie vom Verbleib in der EU zu überzeugen. In der Briten-Hauptstadt geht es also schon acht Tage früher um die Wurst. Damit soll Engländern, Walisern, Schotten und Nordiren radikal symbolisiert werden, was sie im Falle eines Ausstiegs künftig vermissen könnten: die Kultur-und Genussgüter des europäischen Festlandes. Leitgedanke der fischerAppelt-Kreation: UK ist uns nicht wurscht!

Die Nachwuchs-Unternehmer versorgten die Londoner am Mittwoch auf dem berühmten Trafalgar Square zur Mittagszeit kostenlos mit Würsten. Und die Briten rissen den Jung-Unternehmern ihre Bratwürste regelrecht aus den Händen. “Wir wollen nicht, dass Großbritannien künftig auf deutsche Würste verzichten muss. Das ist der Grund, weshalb wir die Briten mit Senf und Charme hofieren wollen, damit sie in der EU bleiben”, sagt Hubertus Porschen, Vorsitzender des Verbandes der jungen Unternehmer. Das Referendum sei entscheidend für die künftige Architektur Europas. “Wenn es zum Austritt kommt, verliert Großbritannien seine Wettbewerbsfähigkeit. Die EU werde dann von Ländern dominiert, die Protektionismus und Zentralisierung statt Wettbewerb und Freihandel predigten. Deutschland habe also durch den “Brexit” eine Menge zu verlieren.

Die Aktion stieß auf Riesen-Interesse. Diverse Kamerateams waren vor Ort, unter anderem ARD, ZDF und RTL. Die Korrespondenten von Deutschlandradio und Deutschlandfunk wollten sich die Würste aus der Heimat ebenfalls nicht entgehen lassen. Und selbst BILD, das Handelsblatt, Spiegel Online und das Wall Street Journal hatten Hunger an der Story über “German Sausages”. Ob den Briten die EU allerdings noch immer so schmeckt wie die Bratwürste, zeigt sich am Donnerstag kommender Woche, wenn rund 50 Millionen Bürger abstimmen dürfen. Das Ergebnis wird am Freitagmorgen erwartet.




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