„Lass die Helden heulen“

2015

Installation gegen die Empörungsgesellschaft auf der re:publica 15.

#grexit, #varoufake oder #bahnstreik – die Digitalisierung bringt Empörungswellen im Minutentakt auf das Smartphone. Die Empörungsgesellschaft ist auf dem Vormarsch. Irgendwer weint immer. Ob Krokodilstränen oder echte Empörung: Erregunsgswellen in Gang zu setzen oder auf ihnen zu surfen, ist Teil unserer Alltagskultur. Statt sich ständig zu empören, glauben wir an den gepflegten Diskurs. An das Für und Wider. An das Abwägen statt den Meinungsschnellschuss. An Grau statt Schwarz-Weiß.

„Lass die Helden heulen“ war unsere Installation für die re:publica 15. Kai Diekmann, Alice Schwarzer und Sascha Lobo fungierten in der Installation als Symbole der Empörungskultur. Sie weinten, wenn ein Betrachter oder das Web bestimmte Hashtags benutzten.

Die Installation war ein spielerischer Einstieg in eine Diskussion über die heute allgegenwärtige Empörungskultur, die sich durch die Digitalisierung noch verschärft hat. Die Installation beantwortete keine Fragen, sie regte eher die Auseinandersetzung mit dem Thema an. Nun hatten die, die sich selber schon einmal über die Thesen der drei die Haare gerauft haben, zum ersten Mal die Möglichkeit, sie selbst zum Weinen zu bringen. In Echtzeit auf der re:publica 15. Wir waren gespannt, welche Reaktionen die Installation auslösen würde. Empörung oder Diskurs?

Die Twitter-Büsten von Alice Schwarzer, Sascha Lobo und Kai Diekmann weinten fast ununterbrochen auf der re:publica 15. Die Emma berichtete online über die Installation und Kai Diekmann war persönlich vor Ort um sein Konterfei zum Weinen zu bringen.

Awards

  • Annual Multimedia Award 2017, Silber
  • Internationaler Deutscher PR-Preis 2017



Weitere Referenzen