Fabelhaftes fAmily-Feeling in München

25.10.2018

Unsere ehemalige Kollegin Susanne Kamm blickt zurück auf das Alumni-Event.

Nicht nur nostalgische Bildmotive auf der Einladung des fischerAppelt-Standortes in München machen mir und allen anderen Besuchern schnell klar, dieser Abend wird kein Millennials-Event, denn der Stern des Südens leuchtet in diesem Jahr bereits seit zwanzig Jahren. Als Alumni der ersten Stunde möchte ich ungern mit Blick auf das Namensschild wiedererkannt werden. Daher checke ich zur Vorbereitung erst einmal, was die Beauty-Branche an natürlich straffenden und polsternden Produkten zur Verfügung stellt. So präpariert und mit dem festen Vorsatz nicht zu den Gästen zu zählen, die am Ende das Büro abschließen, geht es auf den Weg in den hohen Norden der Stadt.

Erinnerungen, Erwartungen, Erfahrungen

Familienfeiern dieses Ausmaßes stehen ja immer für eine ganz eigene Atmosphäre: Über 100 Gäste wollen an einem Wiedersehen teilhaben und bringen ihre eigenen Erinnerungen, Erwartungen und Erfahrungen mit. Da kommen viele Entwürfe zusammen: Aus ehemaligen Kollegen wurden Kunden, andere fühlen sich im Managementkreis bei einem Marktbegleiter bestens aufgehoben, wieder andere haben sich mit dem Gründungsspirit angesteckt und machen ihr eigenes Ding.

Nach Würdigung der wie immer im Detail liebevoll inszenierten Stimmungs- und Kommunikationsanimationen (hier ein Polaroid aufkleben, dort das obligatorische Bändchen und Punkte wollen auch noch geklebt werden), geht es mit einem Glas Weißwein in der Hand auf Entdeckungstour. Mit denen, auf die man sich am meisten freut, hat man zwischenzeitlich längst enge Bande geknüpft, mit anderen gibt es ein ebenso kurzes wie intensives deep dive in zwei Jahrzehnte Leben und Arbeiten. Manche kann man mit der Entschuldigung „muss nicht in meiner Zeit gewesen sein“ auslassen und für Gesprächsstoff sorgen selbstverständlich auch diejenigen, die an diesem Abend gar nicht anwesend sind. Es ist jedenfalls im Raum spürbar: echtes fAmily-Feeling.

Heimische Atmosphäre

Zwischendurch frage ich mich, wo eigentlich die Jugend von heute arbeitet und schaue mir sicherheitshalber auch einmal die spektakuläre Workbench im Münchener Büro an. Allerdings überwiegt der Eindruck, dass die Lounge mit gut bestückter Bar, Bierhahn und angrenzender Dachterrasse das Herz des Standortes ist und sich zum Zeitvertreib darum Arbeitsplätze angesiedelt haben. Hier lässt es sich jedenfalls hervorragend feiern und arbeiten. Ich folge dem empathischen Vorschlag des Barkeepers auf Weinschorle umzusteigen, greife zum köstlichen und reichhaltigen Fingerfood, bediene mich an der Candy Bar und bin begeistert, dass sich an den seit jeher bestehenden Münchener Feierregeln, dass an Getränken, Essen und der Lautstärke der Musik nicht gespart werden darf, wirklich nichts geändert hat.

Von Presseinformationen in Briefumschlägen zu Coding-Workshops

Irgendwann ist auch AFA (Andreas Fischer-Appelt) da, ein kurzer Zwischenstopp in München, frisch eingeflogen aus dem internationalen Kommunikations-Jetset und immer für die Sache unterwegs. Er freut sich wie Bolle, dass nach wie vor, talentierte junge Menschen mit einem „alten Knacker wie mir“ (O-Ton) zusammenarbeiten wollen und versprüht wie immer eine unnachahmliche Freude darüber, was er mit seinem Bruder da in all den Jahren gebastelt hat. Da München das Hoheitsgebiet von Standortleiter Andreas Haas ist, darf natürlich an einem solchen Abend das Format Quiz nicht fehlen. Moderator Ralf Schmitt stellt die Fragen und ab geht’s. Da gibt es für jeden noch etwas zu lernen. Wer hätte geahnt, dass sowohl AFA als auch Andreas auf Oasis stehen? Geschickt wird alles vermittelt, was man über fischerAppelt in der Neuzeit wissen sollte: Standorte, Kompetenzen, Frauenanteil, Internationalisierung. Und ja, in der guten alten (Stein-)Zeit haben wir nach Feierabend noch Presseinformationen in Briefumschläge eingetütet. Heute dürfen stattdessen alle beim Coding-Workshop mitmachen – so sieht Fortschritt aus. Kein Wunder, dass in der nächsten Gesprächsrunde ein Alumni darüber nachdenkt, fischerAppelt noch auf die Shortlist für den nächsten Pitch zu setzen. Nach dem Quiz geht’s kurzweilig weiter und unzählige Short Stories aus Berufs- und Lebenspfaden füllen den Abend.

Was bleibt: Das gute Gefühl, fischerAppelt und sein Standort München sind in den besten aller möglichen Hände. Der Abend endet früh am nächsten Tag. Es wurde selbstverständlich getanzt. Manche erinnern sich an Eierlikör. Was für ein Spaß zurückzuschauen, was für eine Freude, die Zukunft anzupacken, was für eine Neugier auf die nächste Generation.

Susanne Kamm

war zwischen 1998 und 2008 als geschäftsführende Gesellschafterin von fischerAppelt, München tätig.




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