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Menschenrettung im Mittelmeer muss weitergehen

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EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm und United4Rescue fordern sofortige humanitäre Lösung im Mittelmeer

Die Flüchtenden im Mittelmeer und das Schicksal der vielen Menschen, die auf der Flucht ertrinken, dürfen nicht vergessen werden. Dazu riefen am Abend des 10. Junis der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und der United4Rescue-Vorstand Michael Schwickart auf. Unter dem Titel „Appell: Menschenrettung im Mittelmeer muss weitergehen“  diskutierten sie auf der Flussschifferkirche  in Hamburg gemeinsam die aktuelle Situation und Auswege aus der europäischen Blockadepolitik.

Während weiter fast täglich Menschen auf ihrer Flucht über das Mittelmeer ertrinken, wird die zivile Seenotrettung immer noch kriminalisiert und am Retten gehindert. Erst vergangene Woche wurde zum wiederholten Mal eine Hafenstaatkontrolle missbraucht, um das Rettungsschiff SEA-EYE 4 unter fadenscheinigen Begründungen festzusetzen. Es ist das zweite Bündnisschiff von United4Rescue . Bereits im Mai war es das erste Mal in den Einsatz gegangen und hatte 408 Menschen aus Seenot gerettet. Auch das erste Bündnisschiff von United4Rescue, die Sea-Watch 4, ist vor wenigen Wochen von den italienischen Behörden festgesetzt worden und wird ebenfalls an der Rettung von Menschenleben gehindert.

Wenn Menschlichkeit in der Pandemie mobilisiert werden kann, muss das nun auch bei der Seenotrettung und Aufnahme der Geretteten in Europa möglich werden.

Heinrich Bedford-Strohm, EKD-Ratsvorsitzender

Bedford-Strohm bringt es auf den Punkt: „Die Pandemie hat uns in Europa gezeigt, dass massive Krisen nur zu bewältigen sind, wenn Mitgefühl, Solidarität, kurz: Menschlichkeit mobilisiert werden kann. Das muss nun auch bei der Seenotrettung und Aufnahme der Geretteten in Europa möglich werden.“

Appell von Bedford-Strohm und United4Rescue: Seenotrettung weiter unterstützen

Während die zivile Seenotrettung blockiert und kriminalisiert wird und fast täglich Menschen im Mittelmeer ertrinken oder rechtswidrig nach Libyen zurückgebracht werden, ignorieren die Mitgliedstaaten der EU ihre Pflicht zur Seenotrettung und überlassen die Menschen einfach ihrem Schicksal. Dem sieht United4Rescue nicht tatenlos zu und sammelt deshalb weiterhin Spenden, um die zivile Seenotrettung dort zu unterstützen, wo akut Geld für Rettungseinsätze fehlt. Denn man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.

Michael Schwickart bekräftigt: „Mit jedem ertrinkenden Flüchtling gehen auch die europäischen Werte mit unter. Um dies deutlich zu machen und die Mitgliedstaaten der EU für ihr Versagen anzuklagen, hat Philipp und Keuntje in der Kampagne für U4R die Hymne Europas im Mittelmeer untergehen lassen. Wir freuen uns über kreativen Rückenwind für unser Rettungsschiff, es ist auf die Unterstützung der Menschen angewiesen.”

Rückenwind aus der Kreativwirtschaft: zahlreiche Auszeichnungen für Kampagne „Drowned Requiem“

Den Rahmen der Veranstaltung bildete die Widmung des ADC-Kreativawards an Bedford-Strohm, der sich seit vielen Jahren für die zivile Seenotrettung einsetzt und einer der Initiatoren von United4Rescue war. Diese wichtige Auszeichnung der Kreativwirtschaft haben unsere Kolleg:innen von Philipp und Keuntje  für die Kampagne „Drowned Requiem“  erhalten, die für und mit United4Rescue durchgeführt wurde.

„Drowned Requiem“ wurde von Philipp und Keuntje honorarfrei in Zusammenarbeit mit den dänischen Performancekünstlern „Between Music“ realisiert. „Between Music“ spielten dafür die Europa-Hymne „Ode an die Freude“ als Requiem auf dem Grund des Mittelmeers – symbolisch für den Untergang der europäischen Werte und als Gedenken an die auf der Flucht über das Mittelmeerertrunkenen Menschen. Mit der Kampagne wurden Spendengelder gesammelt, die maßgeblich den Kauf und Umbau des Rettungsschiffes SEA-EYE 4 ermöglichten. Außerdem gab es eine Petition, die an die EU-Ratspräsidentin Ursula von der Leyen gerichtet wurde.

Play

Die Perfomancemusiker:innen von Between Music  verwandelten Beethovens „Ode an die Freude“ in ein Requiem und spielten es am Grab von tausenden Flüchtlingen – auf dem Grund des Mittelmeers.

Als Kommunikations-Agentur sind wir mitten im gesellschaftlichen Diskurs aktiv und freuen uns, das Potenzial kreativer Ideen für eine gute Sache mobilisieren zu können.

Bernhard Fischer-Appelt, Founder & Managing Board
Die Widmung wird Bedford-Strohm von unserem Gründer und Vorstand Bernhard Fischer-Appelt übergeben.

Die Widmung wurde Heinrich Bedford-Strohm von unserem Gründer und Vorstand Bernhard Fischer-Appelt übergeben. Mit der Widmung soll der Ratsvorsitzende für sein persönliches und das Engagement der EKD für die zivile Seenotrettung gewürdigt werden.

Bernhard Fischer-Appelt macht deutlich: „Die Rettung von Menschenleben vor dem Ertrinken im Mittelmeer ist ein dringendes Anliegen und unvermeidliche Aufgabe für uns alle.” Die Kreativbranche habe erkannt, dass es in diesen Zeiten um grundlegende Werte ginge. „Ein gutes Narrativ kann die Welt erneuern”, sagt Bernhard Fischer-Appelt. Es sei auch bei schwierigen und kontroversen Fragen möglich und erforderlich, Menschen an der Lösung gesellschaftlicher Themen zu interessieren und zu beteiligen. Hier  gibt es die Veranstaltung zum Nachgucken.

DROWNED puk team fischer Appelt

Zusammen mit unseren Kolleg:innen von Philipp und Keuntje und unseren PR-  und Online-Marketing-Expert:innen  haben wir uns für United4Rescue engagiert, um die Kraft der gemeinsamen Kultur und Identität Europas zu mobilisieren.